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Samstag, 14. Mai 2022

Krimi der Woche

Überfall im Park

Von Marek Stein

Kommissar Richter von der Kriminalwache ist kaum überrascht, als man ihm Tim Gregor vorführt. »Worum geht es denn diesmal?«
  »Verdacht auf räuberische Erpressung!«, erklären die Kollegen von der Zivilstreife, die Tim hereinbringen. »Im Südpark wurde um 17 Uhr ein Rentner überfallen, der seinen Hund, einen jungen Collie, ausführte. Das Opfer hat den Täter als einen Mann um die dreißig beschrieben, bekleidet mit dunklen Jeans und einem schwarzen Kapuzenshirt. Der Täter entriss ihm sein Handgelenktäschchen mit der Geldbörse und dem Wohnungsschlüssel und floh. Als das Opfer um Hilfe rief, wurden wir von der Zivilstreife aufmerksam. Uns fiel eine Gestalt in schwarzen Sachen auf, die davonrannte – und wir setzten sie fest.«
  Das ist Tim Gregor gewesen, der allerdings beteuert: »Ich war im Park, um zu joggen. Den Rentner mit seinem Collie habe ich nicht überfallen. Den habe ich nur aus der Entfernung gesehen.«
  Weil man bei Tim weder das geraubte Handgelenktäschchen noch etwas von dessen Inhalt sicherstellen konnte, sieht es so aus, dass man ihn wieder gehen lassen muss.
  Ehe Kommissar Richter Tim weiter befragen kann, bringt eine weitere Streife einen etwa 30-jährigen Mann in dunkler Jogginghose und einem dunklen Shirt herein. »Das ist Harry Kurtz!«, sagt der Streifenführer. »Wir haben ihn im Südpark gefasst, als er sich unserem Posten am Eingang näherte, dann aber auf einmal die Flucht ergriff. Als wir ihn fassten, konnten wir dieses Handgelenktäschchen mit einem Wohnungsschlüssel bei ihm sicherstellen.«
  »Die Sachen habe ich im Park gefunden und wollte sie im Fundbüro abgeben«, beteuert Harry. »Doch als ich den Polizeiposten sah, bekam ich Angst. Dabei habe ich mit dem Überfall auf den Rentner mit seinem Hund nichts zu tun!«
  »Harry, Harry«, seufzte der Kommissar. »Du weißt nicht nur zu viel, du redest auch zu viel – wer hat denn hier von einem überfallenen Rentner gesprochen? Keiner. Du bist festgenommen.«
  »Also kann ich gehen?« Tim Gregor ist zufrieden.
  »Diesmal schon«, meint der Kommissar. »Aber ich bin sicher, wir sehen uns irgendwann wieder.«
  ENDE
 

Marek Stein: Überfall im Park
Badische neueste Nachrichten
Nr 19/2022 vom  14.5.2022
© by author / R.Jahn
Verbreitung nur mit Genehmigung









Die wichtigsten Filme mit Sandra Bullock

(c) Richard Goldschmidt, CC BY 3.0
Sandra Bullock, 2013
Sandra Bullock (*1964) hat deutschstämmige Eltern und gehört zu den besten und beliebtesten weiblichen Stars von Hollywood. Ihre Karriere begann nach diversen Auftritten in Fernsehserien an der Seite von Keanu Reves in dem Action-Thriller "Speed".

1992 Die Clique von Beverly Hills / .When the Party's Over
1992 Love Potion No. 9 - Der Duft der Liebe / Love Potion No. 9
1993 Demolition Man / Demolition Man
1994 Speed / Speed
1995 Das Netz / The Net
1995 Während du schliefst / While You Were Sleeping
1996 Die Jury / Time to Kill
1997 Speed II - Cruise Control / Speed 2: Cruise Control
1998 Eine zweite Chance / Hope Floats
1998 Zauberhafte Schwestern / Practical Magic
1999 Auf die stürmische Art / Forces of Nature
2000 28 Tage / 28 Days
2000 Miss Undercover / Miss Congeniality
2002 Die göttlichen Geheimnisse der Ya-Ya Schwestern / Divine Secrets of the Ya-Ya Sisterhood
2002 Ein Chef zum Verlieben  / Two Weeks Notice
2002 Gun Shy - Ein Herz und eine Kanone / Gun Shy
2002 Mord nach Plan / Murder by Numbers

 

 

Mord nach Rezept – Band 24:

Der Tod kommt nur einmal

Neue Kriminalstories aus der erfolgreichen Anthologie-Reihe von H.P. Karr. Mal spannend, mal lustig, mal nachdenklich. Geschichten von perfekt geplanten Morden. Geschichten zum Miträtseln. Geschichten über mörderische Intrigen. Geschichten über clevere Coups und dreiste Betrüger. Zwei Dutzend klassische Kriminalstories bieten mörderisch gute Unterhaltung.

Manfred Mainau:
Mord ist nichts für Träumer

»Frau Grosse?«
»Wer sind Sie? Was wollen Sie?«
»Schlenzer, Ingo Schlenzer. Ich komme von der Leistungsabteilung der Versicherung. Wenn Sie ...«
»Sind Sie ein Detektiv?«
»Fallermittler heißt das bei uns. Der Tod Ihres Mannes ...«
»Was?«, fuhr Linda ihn an.
»... hat da einige Fragen aufgeworfen!«

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Moni Daurel:
Der Tod klopft um zehn

Sandra ist gerade dabei, sich in den netten Kollegen aus dem Lehrerkollegium zu verlieben, als dieser Opfer eines Verbrechens wird. Wer war die Gestalt, die Sandra kurz vor der Tat noch bei ihrem Flirt gesehen hat? Und wird sie ihn in einem der Verdächtigen wiedererkennen, die die Polizei ermittelt hat?

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 Norbert C. Westphal:
Der Tod saß mit am Tisch

Marc glaubte die gespannte Atmosphäre im Raum mit Händen greifen zu können. Zudem spürte er ausgerechnet jetzt ein seltsames Ziehen in der Magengegend. »Mir ist übel!«, stöhnte Elke plötzlich und krümmte sich.
»Die Champignons!«, stieß Liliane leicht hysterisch hervor. »Irgendwas war mit den Champignons!«

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Ria Richartz:
Sabine in Gefahr

Mein Gott!, schoss es Sabine in Panik durch den Kopf. Er will mich umbringen!
Es war kurz vor Mitternacht. Das kalte Licht der Laternen erhellte die Durchgänge zwischen den Lagerhäusern und Containerburgen im Hafengebiet nur dürftig. Der schwarze Wagen, von dem sie nicht wusste, wie lange er schon wie auf Katzenpfoten hinter ihr hergerollt war, blendete plötzlich beide Scheinwerfer auf, machte einen Satz nach vorn und schoss auf Sabine zu.

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H. P. Karr:
Vergangenheit ist nie zu Ende

Langsam schwang die Tür auf. Kimberley hielt die Luft an. Nico musste im Safe etwas Wertvolles versteckt haben. Sie erwartete, ein Vermögen zu sehen. In welcher Form auch immer – Diamanten, Goldbarren, Bargeld ... doch nichts davon war in dem Safe.
Er war fast leer, nur ganz hinten lag ein Gegenstand, eingewickelt in einen öligen Lappen.
Langsam zog Kimberley das Päckchen heraus und entfernte das Tuch. Eine Pistole kam zum Vorschein.

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Hans Bensen:
Bellinda muss zweimal sterben

Das Telefon klingelte. »Ja bitte?«, meldete sich Mario Schoeller.
»Mario?« Eine Frauenstimme. »Bist du das?«
»Wer ist denn dort?«, erkundigte Mario sich irritiert. »Hier ist Mario Schoeller.«
»Ah, Mario!« Die Frau am anderen Ende klang erleichtert. »Ich bin es, Bellinda! Erkennst du mich denn nicht?«
»Lassen Sie den Unsinn!«, presste Mario hervor. »Meine Frau ist tot. Sie ist verbrannt.«
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Der Herausgeber:

H.P. Karr lebt im Ruhrgebiet. Er war nach- und nebeneinander Reporter, Redakteur, Übersetzer und Ghostwriter. Er schrieb und schreibt für Zeitungen, Zeitschriften und den Rundfunk und veröffentlichte bisher mehr als 2000 Kriminalstories und Krimirätsel sowie ein halbes Dutzend Kriminalromane.

 

Montag, 26. April 2021

Krimi der Woche

 Schwerer Raub

Von John Miller

Kommissar Luchs betrat mit seiner Kollegin Vicky Kant den Lift des Business-Centers. Drei Anzugträger standen schon in der Kabine, und als Luchs und seine Kollegin eintraten, piepte ein Warnsignal los. Einer der Anzugträger deutete auf ein Schild: »Maximale Last vier Personen!« Die beiden Kommissare nahmen die Treppe. Das Büro von »Schildlein-Bau« war in der fünften Etage. Schildleins schlüsselfertige Reihenhäuser waren der Renner auf dem Immobilienmarkt.
  »Man hat mich und meine Susi gestern Abend gekidnappt und beraubt«, erklärte Leo Schildlein. Er tätschelte seiner Sekretärin die Schulter.
  Susi war ein Blondgeschöpf der Luxusklasse und sicher nicht nur für Schreibarbeiten angestellt. »Leo und ich waren gegen 23 Uhr noch im Büro«, sagte sie. »Plötzlich stürzten drei maskierte und bewaffnete Männer herein ...«
  Schildlein fuhr fort: »Ich habe ihnen Geld angeboten, alles, was in meinem Tresor war. Das Ding ist komplett aus Stahl, 80 Kilo schwer und mit einem Zeitschloss versehen, das erst morgens um acht Uhr aufgeht. Und was soll ich sagen - die Kerle haben mich, meine Susi und meinen Tresor einfach mitgenommen. Wir sind gemeinsam im Lift in die Tiefgarage hinuntergefahren. Mit ihrem Van ging's raus in eine Fabrikhalle - da haben wir dann gewartet, bis das Zeitschloss aufging und ich den Tresor öffnen konnte. Sie nahmen sich die fast hunderttausend Euro, die drin waren, und setzten dann mich und meine Susi aus.«
  »Nette Beute!«, sagte Luchs. »Sind Sie gegen Raub versichert?«
  »Sie behaupten doch nicht, dass wir uns die Entführung nur ausgedacht haben?« Schildlein schnappte nach Luft. »Sie gehen jetzt wohl besser!«
  Gleich darauf steuerten Luchs und seine Kollegin den Lift an. Plötzlich stoppte Luchs. »Wir müssen noch mal zurück«, sagte er.
  Dann schnappten bei Schildlein Handschellen. »Sie haben behauptet, die drei Räuber seien mit Ihnen, Ihrer Susi und einem 80 Kilo schweren Safe im Lift in die Tiefgarage hinuntergefahren«, sagte der Kommissar. »Eine glatte Lüge - denn der Lift blockiert, sobald mehr als vier Personen in der Kabine sind.«
  Vicky Kant wandte sich an Susi. »Soll ich Ihnen auch Handschellen anlegen? Oder wollen Sie sich Ihre Aussage über das, was hier gestern passiert ist, noch mal durch den Kopf gehen lassen?«
 Susi schluckte. »Okay. Keine Handschellen, ja?« 

 

 

Neu:
H.P. Karr präsentiert
Mord nach Rezept - Band 21: Komm her und stirb mit mir:
Zwei Dutzend kleine Krimis  
Kindle Ausgabe
Nicht immer ist ein Unfall ein Unfall. Doch wenn es ein Mord war - wer steckt dahinter? Nicht immer ist der nette Nachbar oder Kollege das Unschuldslamm, für das er sich ausgibt. Doch es ist schwer, ihm das Gegenteil zu beweisen. Es sei denn man hat ein Gespür für Mord.
Zwei Dutzend Kurzkrimis, mal cosy, mal smart, aber immer spannend und unterhaltsam.



 John Miller
Schwerer Raub
Erschienen in
BNN 24.04.2021
(C) by author / R.Jahn
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