Sonntag, 14. März 2021

Betthupferl - Kindergeschichte




Die Babutze

Von Gisela Jahn

 Peter nimmt behutsam den großen weißen Schuhkarton unter den Arm und geht damit in die Küche, wo seine Mutter das Mittagessen kocht.
  »Darf ich den Karton behalten?«, fragt er.
  »Wozu brauchst du ihn denn?«, erkundigt sich die Mutter.
  »Für meine Babutze, als Haus!«, erklärt Peter.
  »Für was?« Mutter sieht ihn entgeistert an.
  »Für meine Babutze!«, wiederholt Peter geduldig. »Weißt du etwa nicht, was Babutze sind?«
  »Offen gesagt, nein.«
  »Babutze sind kleine Tierchen!«, erläutert Peter. »Sie haben einen langen Kopf, runden Leib, viele kleine Beine. Sie leben vor allem in alten, leeren Schuhkartons und am liebsten essen sie Schokolade, dazu trinken sie für ihr Leben gern Kakao.«
  »Genau wie du!«, wirft die Mutter ein.
  »Deshalb sind sie ja auch meine Lieblingstiere!«, lächelt Peter. »Früher gab es die Babutze nur in Amerika, doch als Kolumbus den neuen Erdteil entdeckte, kamen einige von ihnen heimlich auf sein Schiff und wurden so nach Europa gebracht, wo es ihnen außerordentlich gut gefiel. Sie vermehrten sich schnell, und bald gab es in jedem kleinen Städtchen ein paar hundert Babutze. Babutze sind nicht schädlich, nicht bissig, sie übertragen keine Krankheiten und sie riechen auch nicht.«
  »Das müssen aber nette kleine Tierchen sein!«, meint die Mutter.   
  »Darf ich einmal einen Blick in den Karton werfen?«
  »Das geht leider nicht!«, sagt Peter bedauernd. »Babutze sind lichtempfindlich. Kommen sie in die Sonne, werden sie ganz blau im Gesicht.«
  »Das ist wirklich schade!«, lächelt die Mutter. »Aber ich darf ihnen doch sicher eine Tasse Kakao geben?«
  »Ich glaube schon!«, sagt Peter. Er nimmt die Tasse und verschwindet damit im Kinderzimmer. Als er bald darauf in die Küche zurückkehrt, ist die Tasse leer.
  »Nun?«, will die Mutter wissen. »Hat es ihnen geschmeckt?«
  »Ja, sehr!« bestätigt Peter und wischt sich schnell den Mund ab. 

 

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Gisela Jahn

Treffpunkt Reiterhof

Jutta ist aufgeregt, weil sie eben von ihrer Mutter erfahren hat, dass sie das Wochenende auf dem Reiterhof ihres neuen Freundes verbringen werden. Sie möchte nicht, dass ihr Mutter sich mit ihrem neuen Freund abgibt, denn sie vermisst ihren Vater sehr.
Dennoch führt die mit ihrer Mutter auf den Reiterhof und lernt dort Billie kennen – die Tochter des Freundes ihrer Mutter, Das kratzbürstige Mädchen will nichts mit Jutta zu tun haben, weil sie nicht möchte, dass ihr Vater sich mit Juttas Mutter abgibt.


Ist es normal, wenn man auf einen Reiterhof eingeladen wird und sich gar nicht darüber freuen kann? Jutta hat ihre Gründe, und nur widerstrebend findet sie sich mit der Neuigkeit ab, die ihr ihre Mutter eröffnet. Sie hat einen Mann kennengelernt, mit den sie zusammenleben möchte. Wie sich bald herausstellt, hat dessen Tochter Billie fast dasselbe Problem. Gemeinsam suchen die beiden Mädchen nach einem geeigneten Ausweg. Wie können sie verhindern, dass ihre Eltern sich für eine gemeinsame Zukunft zusammenfinden?
 


Gisela Jahn
Treffpunkt Reiterhof
Verkaufspreis: 1,99 €
Seitenanzahl: 135
ISBN: 978-3-7485-9732-2
Veröffentlicht: 12.06.2019
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Die Babutze
© O.R. Lando /Gisela Jahn
Verbreitung nur mit Genehmigung


Erstveröffentlichung in:
Mücke - Das bunte "Gib acht" - Heft für die Grundschule.
Herausgegeben vom Aufklärungsdienst für Jugendschutz
Verlag:  Universum-Verlag, Wiesbaden
1986
Erstsendung
Bayerischer Rundfunk
Kinderfunk "Betthupferl" 7.12.2987

Samstag, 27. Februar 2021

Krimi der Woche

Schock in der Nacht

Von Meike Doppler

Die Nacht war lau. Glas klirrte. Vera fuhr auf und griff nach Holgers Schulter. »Da ist jemand! Im Gartenhaus!«
     Holger holte seine Gaspistole aus dem Nachttisch. Sein nackter Oberkörper schimmerte im Mondlicht. Er sah gut aus für einen Mann von Ende fünfzig. Vera hörte ihn über die Terrasse gehen. Leise folgte sie ihm. Ihr Herz pochte. Licht tanzte hinter den Fenstern des Gartenhauses. Holgers Rückzugsort.
     Vera lächelte bitter. Holger Hansen, der Finanzberater mit dem gewissen Ruf. Nämlich dem, dass er für die Mafia Geld wusch, seit Jahren schon. Doch inzwischen war die Luft für Holger Hansen dünner geworden – Polizei und Steuerfahndung ermittelten gegen ihn. Es war absehbar, dass man seine Geschäfte bald unterbinden würde.
   »Aber natürlich habe ich ein Finanzpolster angelegt«, hatte Holger ihr anvertraut. »Wenn mir etwas zustößt – schau in meinem Schreibtisch in der untersten Schublade nach.«
   Holger verharrte an der Tür des Gartenhauses. Dann stieß er sie auf – und die Gestalt, die dahinter auf ihn gewartet hatte, schlug mit einem Baseballschläger zu. Holger stürzte, blieb liegen. Vera rannte über die Wiese zum Gartenhaus. Der Unbekannte beugte sich gerade über den leblosen Holger. »Schnell!«, flüsterte sie, als Erik sie umarmen wollte. »Das Feuer!«
   Erik Schumann war der Mann, mit dem Vera neu anfangen wollte. Nicht mehr an Holgers Seite, aber mit dessen Geld. Ihr Plan war einfach – alles würde so aussehen, als hätte Holger einen Einbrecher überrascht und wäre von dem niedergeschlagen worden. Dann war Feuer ausgebrochen, und Holger war ein Opfer der Flammen geworden.
   Erik arbeitete schnell. Es dauert nicht lange, bis Flammen die Holzwände des Gartenhauses ergriffen.
   Ein schneller Kuss, dann huschte Erik davon. Vera eilte ins Haus. Vom Arbeitszimmer aus sah sie das brennende Gartenhaus. Sie griff nach dem Telefon und bereitete sich auf ihre Rolle als geschockte Ehefrau vor.
   »Polizeinotruf ...«
   Vera hatte Holgers Brief aus der untersten Schublade geholt. »Liebste Vera – wundere dich nicht, wenn du im Fall meines Todes kein Vermögen auf meinen Konten findest. Das Geld ist in den Holzwänden des Gartenhauses versteckt ... insgesamt drei Millionen ...«
   »Polizeinotruf ... bitte sprechen Sie!«
   Vera starrte auf die Flammen, die in den Himmel schlugen, und musste sich nicht einmal mehr verstellen, um die geschockte Ehefrau zu spielen.
   
   ENDE
  

 

Ein Mord in einem verschlossenen Raum, ein tückisch arrangierter Unfall, ein vergifteter Drink – in jedem Fall ein Fall für Kommissarin Katja Kampp von der SOKO RUHR. Mit messerscharfer Kombinationsgabe und einer gehörigen Portion Menschenkenntnis ermittelt die clevere Kriminalistin innerhalb kürzester Zeit, wer der Täter ist.





Dabei ist der Leser bei diesen fünfzig Ratekrimis von H.P. Karr immer auf Augenhöhe mit der ebenso charmanten wie smarten Ermittlerin. Gemeinsam mit ihr kann er den Tätern auf Spur kommen. Denn in jeder Story gibt es mindestens einen Hinweis, der den Täter überführt. Ist es ein falsches Alibi, eine dreiste Lüge oder ganz ein dummer Fehler im Mordplan?
Katja Kampp löst den Fall auf jeden Fall – Sie auch?

H.P. Karr
Ein Fall für Kommissarin Katja Kampp
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Der Autor
H.P. Karr lebt seit 1960 im Ruhrgebiet und ist Experte für alles, was mit Krimis zu tun hat. Er schrieb  rund ein Dutzend Thriller und Cozys und gibt die erfolgeichen Kurzkrimisammlungen »Mord nach Rezept« heraus.  Bei  seinen Krimirätseln kann jeder Leser und jede Leserin auf Augenhöhe mit den Ermittlern den Fall lösen. Stets spannend und immer mörderisch unterhaltsam.





   


BNN 8/2021 27.2.2021
 © by author / R.Jahn
 Verbreitung nur mit  Genehmigung
      

Freitag, 15. Januar 2021

Satire der Woche

 Pech gehabt

Es war nach dem dritten Whisky.
  »Schon von Seidenspinner gehört?«, fragte der eine mit einer nicht zu überhörenden Schadenfreude in der Stimme.
  »Mhh!« Der andere neigte schwer den Kopf. »Tragisch. Verwaltungsratsvorsitzender, Bankdirektor und Schützenkönig. Im Gefängnis. Schlimme Sache, das.«
  »War allerdings auch nicht alles ganz sauber, was er da gedreht hat.«
  »Aber genial. Diese Kommanditgesellschaft, die er in Liechtenstein hatte. Über die er dann die, Grundstücke verkauft hat, die ihm gar nicht gehörten.«
  »Ich denke da eher an die Warentermingeschäfte mit der Investment und Kapitalberatungs-GmbH, die er in Frankfurt hatte. Ein Briefkasten und ein Anrufbeantworter, aber zwei Millionen Jahresumsatz.«
  »Das war die Geschichte, wo er die fünfhunderttausend Tonnen Kakao an dieses Zahnärztekonsortium verkauft hat.«
  »Und die ganze Bande konnte ihn dann nicht mal anzeigen, als die Sache aufgeflogen ist, weil sie doch ihr ganzes Schwarzgeld am Finanzamt vorbei in den Kakao gesteckt hatte!«
  »Tja, das war typisch Seidenspinner.«
  »Und die Grundstücke, die er gar nicht besaß, belieh er über die Liechtenstein-Firma auch noch mit Hypotheken, mit denen er dann die Käufer belastete.«
  »Und finanziert wurde alles mit einem Kredit, den er sich selbst bei der
Bank genehmigt hat. Genial.«
  »Aber erwischt hat es ihn trotzdem. Zwei Monate und zehn Tage Knast.«
  »Strafe muss sein!«
  »Eben. Was fährt er auch besoffen Auto!«

Reinhard Jahn
 

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H.P. Karr präsentiert
Mord nach Rezept - Band 10: Die Retro-Edition - mit zwei Dutzend Krimis zurück in die Achtziger


Die Achtziger – das waren die Jahre, als man noch überall rauchen durfte, der Marlboro-Mann und der Camel-Tramp im Kino Werbung machten und die Hollywood-Hits »Dirty Dancing«, »Shining« und »Zurück in die Zukunft« hießen. Zum Telefonieren benutzte man Festnetztelefone, und wenn man unterwegs war, musste man sich zum Anrufen eine Telefonzelle suchen – das waren gelbe Kabinen mit einem Münztelefon und einem gestohlenen Telefonbuch.

Zwei Dutzend clevere Kriminalstorys aus der guten alten Zeit – als im Fernsehen immer dienstags »Dallas« lief und freitags »Derrick« ermittelte. Die Hits des Jahrzehntes waren »Take On Me« von a-ha , Nena mit »99 Luftballons« und natürlich »Jeanny« von Falco. Wie immer zu Ihrem Vergnügen ausgesucht und zusammengestellt von Krimikenner H.P. Karr.


Reinhard Jahn
Pech gehabt
Erschienen in :
Eulenspiegel, Berlin.
Heft 37/1990
© by author / Reinhard Jahn
Weiterverbreitung nur mit Genehmigung

 


Typisch Seidenspinner
Badische neueste Nachrichten
2/2021 vom 16.1.2021
© by author / R.Jahn
Verbreitung nur mit Genehmigung


 

Mittwoch, 13. Januar 2021

Ein Fall für Kommissarin Katja Kampp
50 Ratekrimis

 

Ein Mord in einem verschlossenen Raum, ein tückisch arrangierter Unfall, ein vergifteter Drink – in jedem Fall ein Fall für Kommissarin Katja Kampp von der SOKO RUHR. Mit messerscharfer Kombinationsgabe und einer gehörigen Portion Menschenkenntnis ermittelt die clevere Kriminalistin innerhalb kürzester Zeit, wer der Täter ist.





Dabei ist der Leser bei diesen fünfzig Ratekrimis von H.P. Karr immer auf Augenhöhe mit der ebenso charmanten wie smarten Ermittlerin. Gemeinsam mit ihr kann er den Tätern auf Spur kommen. Denn in jeder Story gibt es mindestens einen Hinweis, der den Täter überführt. Ist es ein falsches Alibi, eine dreiste Lüge oder ganz ein dummer Fehler im Mordplan?
Katja Kampp löst den Fall auf jeden Fall – Sie auch?

H.P. Karr
Ein Fall für Kommissarin Katja Kampp
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Der Autor
H.P. Karr lebt seit 1960 im Ruhrgebiet und ist Experte für alles, was mit Krimis zu tun hat. Er schrieb  rund ein Dutzend Thriller und Cozys und gibt die erfolgeichen Kurzkrimisammlungen »Mord nach Rezept« heraus.  Bei  seinen Krimirätseln kann jeder Leser und jede Leserin auf Augenhöhe mit den Ermittlern den Fall lösen. Stets spannend und immer mörderisch unterhaltsam.


Donnerstag, 24. Dezember 2020

Zoe Beck: Paradise City

Dystopie Deutschland. Irgendwann in der näheren Zukunft ist das Land fast entvölkert, regiert wird aus dem der Megacity im Rhein-Main–Gebiet. D as Leben wird weitgehend von Algorithmen gesteuert. Hier lebt und arbeitet Liina, Rechercheurin für eines der letzten nichtstaatlichen Nachrichtenportale abseits der systemtreuen "Wahrheitspresse". Statt zu der brisanten Story, die sie eigentlich übernehmen sollte, schickt man sie zu einer banalen Sache in die Uckermark. Doch dann häufen sich die Todesfälle bei denen, die mit der ursprünglichen Geschichte zu tun hatten. Zufall? Nein, natürlich nicht.
Ihre eigenen Ermittlungen bringen Liina auf die Spuren eines Komplottes, das nicht nur ihr Leben bedroht. "Paradise City" funktioniert nicht nur als hochklassiger Thriller – allein deshalb ist er in der deutschen Krimilandschaft schon bemerkenswert.
Der Roman ist auch eine düstere, faktengetriebene Vision der Zukunft, die uns alle möglicherweise erwartet. Dieses dystopische Bild in aller Akribie und Konsequenz zu entwerfen, das gelingt Zoe Beck in einer einzigartigen Qualität. Und dadurch wird das Gesamtpaket einer der besten Krimis des Jahres 2020.


Zoe Beck:
Paradise City
Originalausgabe
Berlin: Suhrkamp, 2020
280 Seiten

Mittwoch, 9. Dezember 2020

Kurzkrimi zum Advent - gelesen von Kathrin Heinrichs

++Update++ Die Criminale  Iserlohn 2021 ist abgesagt. Beziehungsweise: verschoben. Sie soll 2022 in Iserlohn stattfinden

Es ist soweit.
Iserlohn erwartet die  CRIMINALE, das Jahrestreffen der Autorengruppe "Das Syndikat"  im April 2021.
Namhafte nationale und internationale Autorinnen und Autoren entdecken die Stadt Iserlohn. Neben Preisverleihungen im Parktheater Iserlohn steigt die Spannung an ungewöhnlichen (Tat)orten. Krimi-Lesungen der besonderen Art, mal spritzig, witzig oder Atem anhaltend, kribbelig.

Sonntag, 6. Dezember 2020

Sebastian Fitzek:
Der Augensammler

Ein Thriller, der mit uns Lesern spielt: Warum beginnt er mit dem Epilog und dann mit Kapitel 87? Warum laufen die Seitenzahlen rückwärts?
Sebastian Fitzek hat es wirklich raus, wie man die Leser fesselt - nicht nur mit solchen Gimmicks sondern auch mit einer absolut temporeichen. spannenden Geschichte:

Warum geht es also?

Alexander Zorbach will eigentlich nur mit seinem Sohn Julian ein paar Spielsachen abgeben - im Kinderhospiz. Er hat den Jungen nur für ein paar Stunden - seine Ehe ist kaputt, er kann mit den esoterischen Anwandlungen seiner Ex-Frau Nicci nichts mehr anfangen. Das klingt, als ob Zorbach mit sich selber im reinen sei - aber nein, ist er nicht: Früher war mal Polizist mit Sonderausbildung als Unterhändler, also einer, der Selbstmörder von Brücken und Hochhäusern gequatscht hat. Bis er dann einmal, ein einziges Mal, bei einer Frau, die mit einem entführten Baby auf einer Brücke stand, einen Fehler gemacht hat. Und die Frau erschossen hat, um das Kind zu retten.

Code A Null sieben AS4

Was kam, war der Absturz, und jetzt ist er kein Polizist mehr, sondern Polizeireporter, einer der besten Bluthunde Berlins.
Und seine aktuelle Story ist die des Augensammlers, eines gestörten Serienkillers, der Mütter tötet, ihre Kinder entführt und den Angehörigen und der Polizei so etwas ein Ultimatum setzt, um die Kinder zu retten - und die er tötet, wenn man es nicht schafft.
Bisher hat man es dreimal nicht geschafft. Drei Frauen, drei Kinder sind gestorben, und jetzt, als Zorbach nur kurz zum Wagen zurückgeht, um sein Portemonnee zu suchen, hört er im Polizeifunk eine neue Meldung über ein A Null sieben mit dem Zusatz AS4.
Er weiß: A Null sieben ist der Code für ein Gewaltverbrechen. AS 4 ist die interne Zählung der Polizei für die Opfer des Augensammlers.

Zorbach rast sofort los, zum Tatort - und ist ebenso wie Kommissar Philipp Stoya, überrascht, dass er der erste Reporter vor Ort ist. Woher er von der Tat erfahren habe, will Stoya wissen. Denn diesmal haben sie die Meldung *nicht* über den Polizeifunk gegeben. Zorbach wird heißt und kalt. Was hat er denn da vorhin gehört... und dann zieht muss er erfahren, dass die Polizei am Tatort des vierten Opfers des Augensammlers ein wichtiges Indiz gefunden hat. Sein Portemonnee...

Thriller-Spannung at it's best

Und das ist erst der Auftakt, die ersten 30 Seiten (pardon: die letzten!!) dieses rasanten Thrillers von Sebastian Fitzek, der mit so vielen Überraschungen aufwartet, dass man sie gar nicht alle aufzählen kann. Denn Fitzek hat den Cliffhanger zum Stilprinzip gemacht - die kurzen Kapitel, die immer mit einem Überraschungseffekt, einer unerwarteten Wendung enden. Und damit zum Weiterlesen zwingen.
DER AUGENSAMMLER ist reinstes Spannungskino, bei dem es einem auch am heißesten Strand eiskalt den Rücken herunterläuft.
(Reinhard Jahn WDR5 Mordsberatung)
 

Sebastian Fitzek
Der Augensammler

München: Droemer
Hardcover, 2010








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Die Achtziger – das waren die Jahre, als man noch überall rauchen durfte, der Marlboro-Mann und der Camel-Tramp im Kino Werbung machten und die Hollywood-Hits »Dirty Dancing«, »Shining« und »Zurück in die Zukunft« hießen. Zum Telefonieren benutzte man Festnetztelefone, und wenn man unterwegs war, musste man sich zum Anrufen eine Telefonzelle suchen – das waren gelbe Kabinen mit einem Münztelefon und einem gestohlenen Telefonbuch.

Zwei Dutzend clevere Kriminalstorys aus der guten alten Zeit – als im Fernsehen immer dienstags »Dallas« lief und freitags »Derrick« ermittelte. Die Hits des Jahrzehntes waren »Take On Me« von a-ha , Nena mit »99 Luftballons« und natürlich »Jeanny« von Falco. Wie immer zu Ihrem Vergnügen ausgesucht und zusammengestellt von Krimikenner H.P. Karr.