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Montag, 14. Oktober 2024

 

H.P. Karr präsentiert

Kurze Killer

Noch ein Dutzend 5-Minuten-Krimis

Der schnelle Krimi-TikTok-Genuss.Willkommen zurück in der temporeichen Welt der blitzschnellen Verbrechen!
Die neue Sammlung von 12 spritzigen Kurzkrimis bietet Ihnen Nervenkitzel, Überraschungen und eine Prise schwarzen Humors – alles in maximal fünf Minuten pro Krimi. Tauchen Sie ein in Szenarien, wo listige Diebe, clevere Ermittler und gnadenlose Killer die Hauptrollen spielen. Jede Story kurz, prägnant und voller Mordlust – perfekte Unterhaltung für alle Krimi-Fans!

Erleben Sie Spannung, Unterhaltung und Witz in rasantem Tempo! Diese Sammlung von 12 knallharten Kurzkrimis liefert packende Geschichten in nur fünf Minuten. Ob listige Gauner, schlaue Ermittler oder eiskalte Mörder – jede Story ist kurz, prägnant und trifft ins Schwarze. Perfekt für den schnellen Krimi-Kick zwischendurch!

Kurze Killer – Neue 5-Minuten-Krimis

Bereit für blitzschnelle Spannung? Diese 12 Kurzkrimis sind unterhaltsam, witzig und zupackend. Egal ob schlaue Ermittler oder gnadenlose Mörder – jede Geschichte ist knallhart und auf den Punkt gebracht. Perfekt für den schnellen Krimi-Genuss!

Das dreckige Dutzend stammt diesmal von:

Ralph Petersen
Ralph Petersen schreibt atmosphärische Krimis, die im Ruhrgebiet spielen. Mit Werken wie "Der Tod lässt niemanden im Stich" und "Tödliche Aussichten" fesselt er seine Leser durch packende Spannung und dichte Erzählweise.

Manfred Mainau
Manfred Mainau ist bekannt für friesische Krimis wie "Mord ist Übungssache", in denen er die norddeutsche Landschaft und humorvolle Spannung vereint. Seine Geschichten sind authentisch und unterhaltsam.

Jackie Kowal
Jackie Kowal begeistert mit starken weiblichen Charakteren und überraschenden Wendungen. Mit "Ein Fall für Celia" und "Schock in der Nacht" beweist sie ihr Talent für spannende Krimiplots.

Don Ridgemond
Don Ridgemond liefert rasante Krimis, in denen Spannung und unerwartete Wendungen dominieren. Seine Kurzgeschichte "Der Mann mit dem Koffer" zeigt seine Fähigkeit, den Leser von Anfang bis Ende zu fesseln.

Nino Ohlsen
Nino Ohlsen schreibt intensive Mini-Thriller wie "Bewaffnet und gefährlich", die durch knappe, aber packende Erzählungen den Puls in die Höhe treiben und bis zum Schluss überraschen.

John Miller
John Miller verbindet in seinen Krimis präzise Dialoge mit spannenden Wendungen. Werke wie "Eine große Familie" und "Die 100-Prozent-Lösung" zeigen seine Fähigkeit, menschliche Abgründe meisterhaft zu beleuchten. 


Meinungen:

Kurze Killer – Eine Anthologie voller Spannung in 5-Minuten-Häppchen

Mit "Kurze Killer – Noch ein Dutzend 5-Minuten-Krimis" präsentiert H.P. Karr eine Sammlung blitzschneller Krimigeschichten, die perfekt für zwischendurch sind. In 12 knackigen Kurzkrimis entführen uns die Autoren in eine Welt voller Verbrechen, cleverer Ermittler und überraschender Wendungen – und das alles in nur wenigen Minuten pro Geschichte.

Ob raffinierte Rachepläne, dubiose Machenschaften oder tragische Missverständnisse – jede Story ist ein kleiner Thriller für sich, gespickt mit Spannung und gelegentlich auch schwarzem Humor. Die Kürze der Geschichten tut dem Nervenkitzel keinen Abbruch; im Gegenteil, die pointierte Erzählweise sorgt dafür, dass der Leser ohne Umschweife mitten ins Geschehen geworfen wird.

Besonders die Vielfalt an Schauplätzen und Charakteren macht diese Anthologie zu einem unterhaltsamen Lese-Erlebnis. Für Fans des schnellen Krimis ist diese Sammlung ein Volltreffer, der in jeder Lesepause die perfekte Dosis Spannung bietet.  tpa/Nordrundschau

 

Rezension: Kurze Killer – Noch ein Dutzend 5-Minuten-Krimis

Wow, Kurze Killer – Noch ein Dutzend 5-Minuten-Krimis hat mich richtig überrascht! Als großer Fan von knackigen, gut durchdachten Krimis, war diese Anthologie für mich ein Volltreffer. Die 12 Kurzgeschichten sind perfekt für zwischendurch – ob beim Kaffee oder auf dem Weg zur Arbeit – und jede davon bringt eine ordentliche Portion Spannung mit.

Die Autoren verstehen es wirklich, in kürzester Zeit Atmosphäre aufzubauen und den Leser in ihren Bann zu ziehen. Von eiskalten Morden bis zu cleveren Racheaktionen – jede Story hat ihren eigenen Twist, und das Beste: Man weiß nie, was als Nächstes passiert! Besonders gut fand ich, dass die Geschichten oft mit schwarzem Humor gewürzt sind, was die Spannung noch mal extra auflockert.

Für alle Krimi-Fans, die keine Zeit für lange Romane haben, aber trotzdem den Nervenkitzel lieben, ist Kurze Killer genau das Richtige. Absolute Empfehlung für zwischendurch!
(Sandys Krimiblog)

 

Mittwoch, 9. Oktober 2024

Krimitag 2024: Zum ersten Mal im Bahnhof Kettwig

 

Krimitag 2024
Mit dem "Krimitag" gedenken die deutschsprachigen Krimiautorinnen und –autoren des Syndikats alljährlich Friedrich Glauser, dem Namenspatron des von der Autorengruppe verliehenen Krimipreises. Der 1896 geborene Schweizer Schriftsteller brachte mit seinen Romanen um die Fälle seines "Wachtmeister Studer" den aus dem angelsächsischen Raum stammenden "Krimi" mit einer ganz eigenen Stimme in den deutschen Sprachraum. Nach einem bewegten Leben starb Glauser am 8. Dezember 1938 - am Vorabend seiner Hochzeit.
 Daher wird im Dezember jeden Jahres im deutschsprachigen Raum der "Krimitag"  veranstaltet, bei dem die Krimiautorinnen und -autoren des Syndikats sich in kurzen Lesungen präsentieren und Spenden für eine soziale oder humanitäre Hilfsorganisation vor Ort sammeln. Die Spendensumme wird noch vor Ort an einen Vertreter der Organisation übergeben.


Der Krimitag Ruhr/Essen fand bisher unter anderem statt im: Kunsthaus Essen / Polizeipräsidium Essen / Bürgermeisterhaus Werden / Stadtbibliothek Essen

Spenden des Krimitages Ruhr/Essen gingen u.a. an folgende Organisationen:
Raum 58 Notschlafstelle / Essener Chancen e.V./Verein zur Förderung der Kinder- und Jugendliteratur e.V. /
das  "Tierarztmobil für bedürftige Senior*innen "


Zum ersten Mal im Bahnhof Kettwig:
Krimitag des Krimistammtischs Ruhr/SYNDIKAT

Es lesen:

Von links nach rechts: Klaus Heimann, Peter Märkert,
Wolfgang Gerlach, Steffen Hunder, Reinhard Jahn, Petra Treiber
Almuth Heuner, Christiane Dieckerhoff, Ursula Sternberg.
Vorn:Stephanie Fritz von den Klinikclowns
(Foto: Jahn)
    





 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Mit dem »Krimitag« ehren die deutschsprachigen Krimiautorinnen und -autoren des Syndikats alljährlich Friedrich Glauser, Namenspatron des von der Autorengruppe verliehenen Krimipreises. Der 1896 geborene schweizer Schriftsteller brachte mit seinem Romanen um die Fälle seines »Wachtmeister Studer« den aus dem angelsächsischen Raum stammenden »Krimi« mit einer ganz eigenen Stimme in den deutschen Sprachraum. Nach einem bewegten Leben starb Glauser am 8. Dezember 1938 – am Vorabend seiner Hochzeit.
Die Autorengruppe »Das Syndikat« wählte Friedrich Glauser deshalb 1987 zum Namenspatron des von ihr beim Krimifestival Criminale verliehenen Preises für die besten Kriminalromane des Jahres.

 














Der Krimitag 2024 sammelt Spenden zugunsten von:


Lokaltermin mit Stefanie Fritz vom Verein Clownsvisite e.V. – kurz: den Klinikclowns, denen wir vom Krimistammtisch Essen/Ruhr in diesem Jahr den Spendenerlös unserer Krimitags-Lesung (am 7.12. im Alten Bahnhof Kettwig) zukommen lassen.
Im Gespräch mit Petra Treiber (rechts) werden die Geschichte des Syndikats und des Krimitags sowie die Arbeit der Klinikclowns erläutert.

Der Verein vermittelt freiberufliche Clowns an Krankenhäuser, Altersheime und Pflegeeinrichtungen, um dort die Bewohner und Patienten zu unterhalten.
In diesem Zusammenhang könnten also Teile unserer Krimitags-Spende für einen Clownsauftritt verwendet werden.
Die Clownsmannschaft des Essener Vereins besteht aus 15 Clowns (5 männlich, 10 weiblich). Alle haben eine Ausbildung – als Clown, Sänger, Tänzer oder Schauspieler, sind also quasi "zertifizierte Clowns".
Die Auftritte in den Einrichtungen werden immer von zwei Clowns (1 männlich/1 weiblich) durchgeführt. Bei regelmäßigen Engagements werden die Einrichtungen alle 14 Tage besucht. Es sind dann immer die gleichen Clowns, die in der Einrichtung auftreten.
Allein am Universitätsklinikum Essen sind drei Teams tätig.
Die Clownauftritte sorgen für eine Aufhellung der emotionalen Stimmung. Ihre Wirkung wird sogar von einigen Medizinern bei der Behandlung berücksichtigt oder einbezogen ("Wir operieren später, wenn der Clown da war!").

Mittwoch, 25. Mai 2022

Christopher Lee

Christopher Lee: Nicht nur »Dracula«

Am 27. Mai 1922 wurde in London der britische Schauspieler Christopher Lee geboren. Mit seiner Darstellung des Grafen Dracula in »Dracula« (1958) prägte er für lange Zeit das Bild des Vampirfürsten im Kino. Doch als typischer Zwilling-Geborener wollte er sich nicht auf diese Rolle, die er in zahlreichen weiteren Filmen verkörperte, festlegen. Er übernahm auch Rollen in Komödien wie »1941 - Wo bitte geht's nach Hollywood?« (1980) oder Fantasy-Filmen wie »Der Herr Ringe« (2001/04)

Wen spielte Christopher Lee in »Der Herr Ringe«?
a) Saruman
b) Legolas
b) Gandalf

 

 

H. P. Karr:

Unkraut vergeht nicht


Jacoby fluchte, weil er mit dem Unkraut zwischen den Hortensien und den Rosen einfach nicht fertigwurde. Seit einer halben Stunde zupfte und jätete er jetzt schon. Sein Kreuz schmerzte. Sein Nacken brannte. Man war eben nicht mehr der Jüngste.
»Zähes Zeug, was?«
Wenn Jacoby etwas nicht gebrauchen konnte, dann war es ein Kommentar von Römer. Sein Gartennachbar stand am Zaun, in adretter Pflanzschürze und mit einem schicken Strohhut auf dem Kopf, als ginge es hier um ein Casting für Germany's Next Top-Gärtner. Am liebsten hätte Jacoby mit seiner Hacke auf Römers Füße eingehackt, auf die er aus seiner Hocke vorm Rosenbeet starrte.
»Unkraut eben!«, brummte Jacoby stattdessen. Er war ein schwerfälliger, untersetzter Mann, Ende vierzig. Vor einem halben Jahr hatte er die Immobilie neben Römer gekauft: freistehendes Einfamilienhaus mit hundertfünfzig Quadratmetern Wohnfläche und knapp fünfhundert Quadratmetern Garten. Ein Traum. Wäre da nicht die Nachbarschaft. Bis jetzt hatte Jacoby es immer geschafft, rechtzeitig im Haus zu verschwinden, wenn Römer in seinem Gärtner-Outfit drüben auftauchte, um zu säen, zu jäten, zu mähen.
»Kommst du, Liebling?« Römers Frau hatte den Kaffeetisch auf der Terrasse gedeckt. Jacoby drehte die Augen nach oben. Römer streckte ihm die Hand entgegen. »Römer! Zeit, dass wir uns kennenlernen.«
Jacoby überwand sich. »Jacoby. Auf gute Nachbarschaft!«
Römer machte eine großzügige Geste. »Dann kommen Sie doch am besten gleich mit Ihrer Frau auf eine Tasse Kaffee herüber.«


Claudia kam aus dem Bad. Die Nachtcreme glänzte auf ihrem Gesicht. Römer machte die Augen zu.
»Seltsame Leute, diese Jacobys«, sagte Claudia und ließ sich ins Bett fallen. Römer tat weiter so, als ob er schliefe, obwohl er wusste, dass das Claudia nicht daran hindern würde, weiter auf ihn einzureden. Wahrscheinlich redete sie auch auf ihn ein, wenn er gar nicht da war.
»Was sie an diesem alten Kerl findet, frage ich mich«, murmelte Claudia. »Die beiden sind doch mindestens zwanzig Jahre auseinander.« Sie machte das Licht aus und seufzte. »Na ja, wo Liebe hinfällt.«
Das fragte sich Römer inzwischen manchmal auch – und vor allem fragte er sich, wo die Liebe hinging, wenn sie starb.

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Freitag, 16. Juli 2021

Anruf in der Nacht

Anruf in der Nacht

Von Richard Janssen

Es fiel Peter Neumann schwer, sich an diesem nebeligen Samstagabend auf seine Arbeit zu konzentrieren. Der junge Ingenieur saß über einer komplizierten Bauzeichnung, doch seine Gedanken wanderten scheinbar sinnlos herum.
   Resignierend legte er schließlich den Zeichenstift beiseite, vergrub das Gesicht in den Händen und schloss die Augen. Wie durch Zauberei erschien das Bild der schönen Frau plötzlich vor ihm. Ja, sie war es. Die unbekannte Schöne, die ihm am Vorabend beim Spaziergang im nebeligen Park begegnet war.
   Er erinnerte sich an die Begegnung us genau als habe sich jede Einzelheit mit fotografischer Genauigkeit in sein Gedächtnis eingebrannt. Er hatte sie zuerst nur als eine schimmernde weiße Gestalt im wallenden Nebel an dem kleinen Bach ausgemacht, der den Park durchfloss. Die Gestalt schien über dem Wasser zu schweben und erst als er näherkam bemerkte er dass sie auf eine flachen japanischen Brücke stand, die den Dach überquerte. Ihrer Gestalt haftete etwas Übernatürliches an. Ihr Gesicht war sanft und ein Lächeln spielte um ihre Mundwinkel. Die Augen, die großen, dunklen und traurigen Augen blickten direkt an ihm vorbei in eine weite, unbekannte Ferne.
   Er musste minutenlang stillgestanden haben, um sie zu betrachten. Als dann einen unbedachten Schritt nach vorn machte, schien es, als bekäme die schöne Gestalt einen Sprung.
   Die Unbekannte flog scheinbar schwerelos herum und entfernte sich, wobei sie in seinen Augen über den Boden zu  schweben schien. Es hatte lange gedauert, bis er wieder  fähig  war, sich zu rühren...
   Das Schrillen des Telefons riss ihn aus der Erinnerung. Peter nahm benommen den Hörer ab und meldete sich.
   »Ich bin es«, sagte eine sanfte weibliche Stimme am anderen Ende der Leitung.
   Peter presste den Hörer ans Ohr.  »Sie?«, fragte er überrascht.
   »Wir sind uns begegnet...«, fuhr die Stimme fort. »Gestern, im Park - erinnern Sie sich?«
   »Ja...«, sagte Peter zögernd. War das Wirklichkeit? War das Wesen, das er gestern gesehen hatte, wirklich aus Fleisch und Blut gewesen? Und wie hatte sie seine Telefonnummer herausfinden können...?
   »Ich würde gern mit Ihnen sprechen«, sagte die Stimme.
   »Sie können mich anrufen - ab und zu, wenn Sie wollen... »
   »Aber... warum?« .
   »Wir können uns nicht mehr sehen«, sagte die Stimme. »Fragen Sie nicht warum – es ist einfach so. Aber Sie können mich anrufen... wählen Sie nur sechsmal die sieben...«
   »Sechs mal die sieben«, wiederholte Peter automatisch.
   »Ich freue mich so, wir uns gefunden habe!«, sagte die Stimme. Dann klickte es. Sie hatte aufgelegt. Die Verbindung war unterbrochen. Peter hielt immer noch den Hörer in der Hand.
   Wie in Trance wählte er die Nummer der Auskunft.
   »Bitte,  können Sie mir sagen, auf welchen Namen der Anschluss mit der Nummer 77 77 77 eingetragen ist?«, fragte er.
   »Bedauere, mein Herr », erwiderte die Auskunftsdame wenig später. »Die Nummer wurde nicht mehr vergeben, seit die letzte Besitzerin verstorben ist... haben Sie nicht in den Zeitungen davon gelesen? Ihr eifersüchtiger Ehemann erschoss sie auf der kleinen Brücke im Stadtpark, wo sie sich mit ihrem Liebhaber getroffen hatte.«
   Peter drückte auf die Gabel. Das Freizeichen kam. Langsam  begann er zu wählen...


 

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Mord nach Rezept - Band 10:
Die Retro-Edition - mit zwei Dutzend Krimis zurück in die Achtziger


Die Achtziger – das waren die Jahre, als man noch überall rauchen durfte, der Marlboro-Mann und der Camel-Tramp im Kino Werbung machten und die Hollywood-Hits »Dirty Dancing«, »Shining« und »Zurück in die Zukunft« hießen. Zum Telefonieren benutzte man Festnetztelefone, und wenn man unterwegs war, musste man sich zum Anrufen eine Telefonzelle suchen – das waren gelbe Kabinen mit einem Münztelefon und einem gestohlenen Telefonbuch.

Zwei Dutzend clevere Kriminalstorys aus der guten alten Zeit – als im Fernsehen immer dienstags »Dallas« lief und freitags »Derrick« ermittelte. Die Hits des Jahrzehntes waren »Take On Me« von a-ha , Nena mit »99 Luftballons« und natürlich »Jeanny« von Falco. Wie immer zu Ihrem Vergnügen ausgesucht und zusammengestellt von Krimikenner H.P. Karr.

  

 

credit
Richard Janssen: Anruf in der Nacht
© by author / R.Jahn
Published by krimiladen.blogspot.com
7/2021
Verbreitung nur mit Genehmigung

Sonntag, 4. Juli 2021

Begeisterter Ballonfahrer

 Jean Pierre Blanchard: Begeisterter Ballonfahrer

Am 4. Juli 1753 wurde in Les Andelys der französische Ballonfahrer Jean Pierre Blanchard († 1809) geboren. Er begeisterte sich, wie viele Krebs-Geborene, für die Naturwissenschaften und befasste sich daher intensiv mit der Entwicklung der Brüder Mongolfier, die 1753 als erste mit einem Heißluftballon aufgestiegen waren. Er verbesserte diesen Ballon, indem er Wasserstoff als Traggas verwendete und versuchte das Fluggerät durch einen muskelbetriebenen Propeller steuerbar zu machen. 1785 überquerte er mit dem Amerikaner. John Jeffries in diesem Ballon als Erster den Ärmelkanal von Dover nach Calais.


Astro-Logisch
Mit welchen Tieren testeten die Brüder Mongolfier ihren Ballon?
Hammel, Ente und Hahn
Stier, Schaf, Kuh
Affe, Papagei, Schlange


H. P. Karr:

Unkraut vergeht nicht


Jacoby fluchte, weil er mit dem Unkraut zwischen den Hortensien und den Rosen einfach nicht fertigwurde. Seit einer halben Stunde zupfte und jätete er jetzt schon. Sein Kreuz schmerzte. Sein Nacken brannte. Man war eben nicht mehr der Jüngste.
»Zähes Zeug, was?«
Wenn Jacoby etwas nicht gebrauchen konnte, dann war es ein Kommentar von Römer. Sein Gartennachbar stand am Zaun, in adretter Pflanzschürze und mit einem schicken Strohhut auf dem Kopf, als ginge es hier um ein Casting für Germany's Next Top-Gärtner. Am liebsten hätte Jacoby mit seiner Hacke auf Römers Füße eingehackt, auf die er aus seiner Hocke vorm Rosenbeet starrte.
»Unkraut eben!«, brummte Jacoby stattdessen. Er war ein schwerfälliger, untersetzter Mann, Ende vierzig. Vor einem halben Jahr hatte er die Immobilie neben Römer gekauft: freistehendes Einfamilienhaus mit hundertfünfzig Quadratmetern Wohnfläche und knapp fünfhundert Quadratmetern Garten. Ein Traum. Wäre da nicht die Nachbarschaft. Bis jetzt hatte Jacoby es immer geschafft, rechtzeitig im Haus zu verschwinden, wenn Römer in seinem Gärtner-Outfit drüben auftauchte, um zu säen, zu jäten, zu mähen.
»Kommst du, Liebling?« Römers Frau hatte den Kaffeetisch auf der Terrasse gedeckt. Jacoby drehte die Augen nach oben. Römer streckte ihm die Hand entgegen. »Römer! Zeit, dass wir uns kennenlernen.«
Jacoby überwand sich. »Jacoby. Auf gute Nachbarschaft!«
Römer machte eine großzügige Geste. »Dann kommen Sie doch am besten gleich mit Ihrer Frau auf eine Tasse Kaffee herüber.«


Claudia kam aus dem Bad. Die Nachtcreme glänzte auf ihrem Gesicht. Römer machte die Augen zu.
»Seltsame Leute, diese Jacobys«, sagte Claudia und ließ sich ins Bett fallen. Römer tat weiter so, als ob er schliefe, obwohl er wusste, dass das Claudia nicht daran hindern würde, weiter auf ihn einzureden. Wahrscheinlich redete sie auch auf ihn ein, wenn er gar nicht da war.
»Was sie an diesem alten Kerl findet, frage ich mich«, murmelte Claudia. »Die beiden sind doch mindestens zwanzig Jahre auseinander.« Sie machte das Licht aus und seufzte. »Na ja, wo Liebe hinfällt.«
Das fragte sich Römer inzwischen manchmal auch – und vor allem fragte er sich, wo die Liebe hinging, wenn sie starb.

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Montag, 28. Juni 2021

Peter Paul Rubens

 Peter Paul Rubens: Die Kreativität des Krebses


Am 28. Juni 1577 wurde in Siegen/Westfalen der flämische Maler Peter Paul Rubens († 1640) geboren. Rubens' sehr persönlicher Stil zeugt von der nahezu unerschöpflichen künstlerischen Fantasie des Krebses: Er löste sich von den klaren Proportionen der Renaissancemalerei und entwickelte einen farbintensiven, plastischen Ausdruck, der auf Dramatik setzte. Als Krebs mit hohem Orgabnisationstalent ausgestattet, nahm er in seiner Malwerkstat in Antwerpen auch Großaufträge an. Zu seinen bedeutendsten Arbeiten gehören die beiden Medici-Gemäldyzyklen in Paris.

Astro-Logisch
Was wurde zur Herstellung der Farbe Bleiweiß benutzt?
a) Essig
b) Öl
c) Weisswein

Samstag, 19. Juni 2021

Blaise Pascal

 Blaise Pascal: Vorreiter des Existenzialismus

Am 19. Juni 1623 wurde der französische Schriftsteller und Mathematiker Blaise Pascal († 1662) in Clermont-Ferrand geboren. Der Sohn einer kultivierten Beamtenfamilie war – wie viele Zwilling-Geborene – von Zahlen fasziniert und galt schon in jungen Jahren als mathematisches Genie. Später wandte er sich auch religiösen und philosophischen Fragen zu. Berühmt wurde er durch seine unvollendet gebliebene Aphorismensammlung »Pensées«, an der er seit 1654 arbeitete. Dieses Werk und sein gesamtes philosophisches Denkgebäude beinflussten Sören Kierkegaard (1813–1855), Friedrich Nietzsche (1844–1900) und den Existenzialismus.

Die von Blaise Pascal 1642 erfundene »Pascaline« war ...

eine Rechenmaschine
eine Vakuumpumpe
ein Schach-Roboter

H. P. Karr:

Unkraut vergeht nicht


Jacoby fluchte, weil er mit dem Unkraut zwischen den Hortensien und den Rosen einfach nicht fertigwurde. Seit einer halben Stunde zupfte und jätete er jetzt schon. Sein Kreuz schmerzte. Sein Nacken brannte. Man war eben nicht mehr der Jüngste.
»Zähes Zeug, was?«
Wenn Jacoby etwas nicht gebrauchen konnte, dann war es ein Kommentar von Römer. Sein Gartennachbar stand am Zaun, in adretter Pflanzschürze und mit einem schicken Strohhut auf dem Kopf, als ginge es hier um ein Casting für Germany's Next Top-Gärtner. Am liebsten hätte Jacoby mit seiner Hacke auf Römers Füße eingehackt, auf die er aus seiner Hocke vorm Rosenbeet starrte.
»Unkraut eben!«, brummte Jacoby stattdessen. Er war ein schwerfälliger, untersetzter Mann, Ende vierzig. Vor einem halben Jahr hatte er die Immobilie neben Römer gekauft: freistehendes Einfamilienhaus mit hundertfünfzig Quadratmetern Wohnfläche und knapp fünfhundert Quadratmetern Garten. Ein Traum. Wäre da nicht die Nachbarschaft. Bis jetzt hatte Jacoby es immer geschafft, rechtzeitig im Haus zu verschwinden, wenn Römer in seinem Gärtner-Outfit drüben auftauchte, um zu säen, zu jäten, zu mähen.
»Kommst du, Liebling?« Römers Frau hatte den Kaffeetisch auf der Terrasse gedeckt. Jacoby drehte die Augen nach oben. Römer streckte ihm die Hand entgegen. »Römer! Zeit, dass wir uns kennenlernen.«
Jacoby überwand sich. »Jacoby. Auf gute Nachbarschaft!«
Römer machte eine großzügige Geste. »Dann kommen Sie doch am besten gleich mit Ihrer Frau auf eine Tasse Kaffee herüber.«


Claudia kam aus dem Bad. Die Nachtcreme glänzte auf ihrem Gesicht. Römer machte die Augen zu.
»Seltsame Leute, diese Jacobys«, sagte Claudia und ließ sich ins Bett fallen. Römer tat weiter so, als ob er schliefe, obwohl er wusste, dass das Claudia nicht daran hindern würde, weiter auf ihn einzureden. Wahrscheinlich redete sie auch auf ihn ein, wenn er gar nicht da war.
»Was sie an diesem alten Kerl findet, frage ich mich«, murmelte Claudia. »Die beiden sind doch mindestens zwanzig Jahre auseinander.« Sie machte das Licht aus und seufzte. »Na ja, wo Liebe hinfällt.«
Das fragte sich Römer inzwischen manchmal auch – und vor allem fragte er sich, wo die Liebe hinging, wenn sie starb.

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Sonntag, 6. Dezember 2020

Sebastian Fitzek:
Der Augensammler

Ein Thriller, der mit uns Lesern spielt: Warum beginnt er mit dem Epilog und dann mit Kapitel 87? Warum laufen die Seitenzahlen rückwärts?
Sebastian Fitzek hat es wirklich raus, wie man die Leser fesselt - nicht nur mit solchen Gimmicks sondern auch mit einer absolut temporeichen. spannenden Geschichte:

Warum geht es also?

Alexander Zorbach will eigentlich nur mit seinem Sohn Julian ein paar Spielsachen abgeben - im Kinderhospiz. Er hat den Jungen nur für ein paar Stunden - seine Ehe ist kaputt, er kann mit den esoterischen Anwandlungen seiner Ex-Frau Nicci nichts mehr anfangen. Das klingt, als ob Zorbach mit sich selber im reinen sei - aber nein, ist er nicht: Früher war mal Polizist mit Sonderausbildung als Unterhändler, also einer, der Selbstmörder von Brücken und Hochhäusern gequatscht hat. Bis er dann einmal, ein einziges Mal, bei einer Frau, die mit einem entführten Baby auf einer Brücke stand, einen Fehler gemacht hat. Und die Frau erschossen hat, um das Kind zu retten.

Code A Null sieben AS4

Was kam, war der Absturz, und jetzt ist er kein Polizist mehr, sondern Polizeireporter, einer der besten Bluthunde Berlins.
Und seine aktuelle Story ist die des Augensammlers, eines gestörten Serienkillers, der Mütter tötet, ihre Kinder entführt und den Angehörigen und der Polizei so etwas ein Ultimatum setzt, um die Kinder zu retten - und die er tötet, wenn man es nicht schafft.
Bisher hat man es dreimal nicht geschafft. Drei Frauen, drei Kinder sind gestorben, und jetzt, als Zorbach nur kurz zum Wagen zurückgeht, um sein Portemonnee zu suchen, hört er im Polizeifunk eine neue Meldung über ein A Null sieben mit dem Zusatz AS4.
Er weiß: A Null sieben ist der Code für ein Gewaltverbrechen. AS 4 ist die interne Zählung der Polizei für die Opfer des Augensammlers.

Zorbach rast sofort los, zum Tatort - und ist ebenso wie Kommissar Philipp Stoya, überrascht, dass er der erste Reporter vor Ort ist. Woher er von der Tat erfahren habe, will Stoya wissen. Denn diesmal haben sie die Meldung *nicht* über den Polizeifunk gegeben. Zorbach wird heißt und kalt. Was hat er denn da vorhin gehört... und dann zieht muss er erfahren, dass die Polizei am Tatort des vierten Opfers des Augensammlers ein wichtiges Indiz gefunden hat. Sein Portemonnee...

Thriller-Spannung at it's best

Und das ist erst der Auftakt, die ersten 30 Seiten (pardon: die letzten!!) dieses rasanten Thrillers von Sebastian Fitzek, der mit so vielen Überraschungen aufwartet, dass man sie gar nicht alle aufzählen kann. Denn Fitzek hat den Cliffhanger zum Stilprinzip gemacht - die kurzen Kapitel, die immer mit einem Überraschungseffekt, einer unerwarteten Wendung enden. Und damit zum Weiterlesen zwingen.
DER AUGENSAMMLER ist reinstes Spannungskino, bei dem es einem auch am heißesten Strand eiskalt den Rücken herunterläuft.
(Reinhard Jahn WDR5 Mordsberatung)
 

Sebastian Fitzek
Der Augensammler

München: Droemer
Hardcover, 2010








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Mord nach Rezept - Band 10: Die Retro-Edition - mit zwei Dutzend Krimis zurück in die Achtziger


Die Achtziger – das waren die Jahre, als man noch überall rauchen durfte, der Marlboro-Mann und der Camel-Tramp im Kino Werbung machten und die Hollywood-Hits »Dirty Dancing«, »Shining« und »Zurück in die Zukunft« hießen. Zum Telefonieren benutzte man Festnetztelefone, und wenn man unterwegs war, musste man sich zum Anrufen eine Telefonzelle suchen – das waren gelbe Kabinen mit einem Münztelefon und einem gestohlenen Telefonbuch.

Zwei Dutzend clevere Kriminalstorys aus der guten alten Zeit – als im Fernsehen immer dienstags »Dallas« lief und freitags »Derrick« ermittelte. Die Hits des Jahrzehntes waren »Take On Me« von a-ha , Nena mit »99 Luftballons« und natürlich »Jeanny« von Falco. Wie immer zu Ihrem Vergnügen ausgesucht und zusammengestellt von Krimikenner H.P. Karr.



Dienstag, 1. September 2020

Die Macht der Hypnose - Teil 7


Da ist zum Beispiel der Fall Lydia C.. Als die junge Frau einen Hypnosearzt aufsuchte, war sie dreiunddreißig Jahre alt. Schlank, beinahe zerbrechlich wirkend und äußerst nervös. Sie litt seit ihrer Kindheit an chronischem Asthma.
Nur während ihrer Pubertät waren die Beschwerden zurückgegangen, doch dann hatten sie sich in ihrer alten Form wieder eingestellt.
»Da ich schon immer sehr schwächlich war«, berichtete Lydia C. dem Therapeuten, »wurde ich in der Schule vom Sportunterricht befreit und man vermied es, mir Aufgaben zu stellen, die mit körperlicher Anstrengung verbunden waren.«
Später versuchte Lydia C., ihrer Krankheit durch verschiedene Therapien Herr zu werden, zum Beispiel durch Naturheilung oder durch Inhalation. »Aber alles blieb ohne Erfolg!«, sagte sie resignierend. »Ich glaube, dass es für mein Asthma keine Heilung gibt! Ich werde niemals ein normales Leben führen können.«
Lydia C. konnte nur auf einer Spezialmatratze schlafen und musste sich jeder überflüssigen körperlichen Anstrengung enthalten. Bei feuchtem Wetter litt die junge Frau an hochgradiger Atemnot und wenn sie sich in einer großen Menschenmenge befand, fühlte sie sich überwältigt und bekam Erstickungsanfälle.
Der Arzt, der bei ihr schließlich eine Hypnosetherapie anwandte, versetzte Lydia zunächst in einen Trancezustand und befreite sie in mehreren Sitzungen von den nervösen Verkrampfungen, die durch die ständige Angst vor weiteren Anfällen entstanden war. Nach der fünften Sitzung waren diese Verkrampfungen beinahe völlig verschwunden. Nun kam der Hauptteil der Behandlung. »Sie werden die Krankheit überwinden!«, suggerierte der Therapeut der Frau im Hypnoseschlaf. »Sie werden vollkommen beschwerdefrei werden und keine Angst vor den Asthmaanfällen mehr haben.«
Diese Suggestion wurde in mehreren Sitzungen wiederholt und tatsächlich zeigte sich schon bald eine spürbare Veränderung bei der jungen Frau. Lydia C. wurde kräftiger, sie hatte mehr Appetit und ihre Asthmaanfälle wurden seltener und schwächer. 




Heilung durch Selbsthypnose


Der letzte Schritt zur Heilung war ein Kursus in Selbsthypnose, den sie besuchte. Mittels der Selbsthypnose und der Autosuggestion konnte Lydia C. nun die immer seltener auftretenden Asthmaanfälle erfolgreich selbst bekämpfen, sie stärke damit auch Selbstbewusstsein. Schon bald hatte sie den vollkommenen Sieg über die Krankheit errungen. Nach einigen Monaten war Lydia C. verheiratet und glückliche Mutter.
»Die Hypnosetherapie hat mir wirklich sehr geholfen!«, sagte sie über die Behandlung. » Bei der Geburt meines Kindes traten einige Komplikationen auf und ich hatte schreckliche Schmerzen. Mit der Selbstentspannungstechnik konnte ich diese Schmerzen soweit reduzieren, dass eine Narkose überflüssig wurde.

Die Hypnose ist vielseitig anzuwenden und immer wieder entdecken Wissenschaftler neue Anwendungsmöglichkeiten. Aber dennoch sind die Grundlagen und die Wirkungsweise der Hypnose immer noch nicht vollkommen erforscht. Noch gibt es relativ wenige Hypnosekliniken wie die des Dr. Wolfgang Schmitz, doch es werden ständig weiter Forschungen betrieben, um endlich dem Phänomen der Hypnose auf den Grund zu kommen und ihre Anwendungsmöglichkeiten im Medizinbetrieb zu erkunden.

Es ist kurz vor Mitternacht. Auf dem zahlreichen Monitoren und Bildschirmen erscheint ein heller Punkt. Dazu erklingt, vor gedämpfter, leiser Musik die warme Stimme einer Frau: »Und jetzt unsere tägliche kleine Hilfe zum Einschlafen. Bitte fixieren den Punkt. Sehen  Sie auf den Punkt und auf nichts anderes als den Punkt.«
Für einige Augenblicke hört man die leise Musik im Hintergrund erklingt wieder sie Frauenstimme: »Sie spüren, daß eine angenheme Müdigkeit in Ihnen Aufstiegt, die Müdigkeit erfaßt ihre Augenlider, sie werden schwer und schwerer, sie können sie nicht daran hindern sich zu schließen. Sie schlafen tief und fest …. Sie schlafen ein und werden am Morgen frisch und erholt aufwachen ... Sie schlafen, tief und fest und werden ...«
Die Menschen, die diese Botschaft  verfolgt haben, schlafen. Sie liegen vollkommen entspannt unter ihren Bettdecken, ihr Atem geht ruhig und gleichmäßig. Ungefähr eine Viertelstunde später wird die Stimme leiser, die Musik verklingt und die Bildschirme und Monitore schalten sich aus.
Keine phantastische Zukunftsvision, keine Erfindung eines Science Fiction-Autors.  Erstmals experimentell erprobt wurden viele der Einsatzmöglichkeiten von Hypnose in der breiten Bevölkerung von Paul Ignatjewitsch Buhl, Professor an Leningrader Universität und Chef des Kabinettes für Hypnotherapie und Elektroschlaf beim ersten medizinischen Pawlow-Institut.
Professor Buhl war einer der Ärzte, die dafür verantwortlich waren, dass die Hypnotherapie, wie er sie von ihm entwickelte Form der Behandlung nannte ihren Platz im Lehrprogramm der russischen Universitäten erhielt.
So spezialisierten sich die Lehrstühle für Psychotherapie in Moskau und Charkow auf das Thema der Hypnose, ein drittes Hypnosezentrum wurde an der Universität Leningrad geschaffen. Professor Buhl sagte dazu: »Dort bilden wir Tausende von Internisten, Hautärzten, Kinderärzten und Orthopäden speziell in der Hypnose aus. Sie lernen in einem groß angelegten Forschungsprogramm, wie sie ihre Patienten mit den Augen und den Händen heilen können. Sie brauchen keine besondere Begabung dazu, Hypnose kann jeder erlernen, der sich ernsthaft dafür interessiert.«




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Die Achtziger – das waren die Jahre, als man noch überall rauchen durfte, der Marlboro-Mann und der Camel-Tramp im Kino Werbung machten und die Hollywood-Hits »Dirty Dancing«, »Shining« und »Zurück in die Zukunft« hießen. Zum Telefonieren benutzte man Festnetztelefone, und wenn man unterwegs war, musste man sich zum Anrufen eine Telefonzelle suchen – das waren gelbe Kabinen mit einem Münztelefon und einem gestohlenen Telefonbuch.

Zwei Dutzend clevere Kriminalstorys aus der guten alten Zeit – als im Fernsehen immer dienstags »Dallas« lief und freitags »Derrick« ermittelte. Die Hits des Jahrzehntes waren »Take On Me« von a-ha , Nena mit »99 Luftballons« und natürlich »Jeanny« von Falco. Wie immer zu Ihrem Vergnügen ausgesucht und zusammengestellt von Krimikenner H.P. Karr.

Dienstag, 4. August 2020

Die Macht der Hypnose - Teil 5

Jochen B. gehorcht. Sein rechter Arm bleibt in der erhobenen Position, ohne dass er auch nach einigen Minuten die geringsten Ermüdungserscheinungen zeigt. Dr. Schmitz geht einen Schritt weiter.
»Ihr Arm ist vollkommen steif!«, sagt er. »Sie können ihn nicht mehr herunternehmen! Selbst wenn Sie es wollen, Sie können ihn nicht herunternehmen! Versuchen Sie jetzt, den Arm herunterzunehmen!«
Man sieht deutlich, wie Jochen B. versucht, den Arm wieder zu senken. Seine Lippen sind zusammengekniffen und seine Stirn gerunzelt. Doch der Arm bewegt sich nicht. Jetzt lehnt sich Dr. Schmitz mit seinem vollen Körpergewicht gegen den Arm, doch seine Anstrengung ist vergeblich. Die Muskeln des Armes befinden sich in einer kataleptischen Starre, einer vollkommenen Muskelstarre.
Im Zustand der Katalepsie kann man Gliedmaßen in Stellungen bringen, die im Wachzustand kaum erträglich sind und sie stundenlang in diesem Zustand belassen, ohne dass die geringsten Ermüdungszustände auftreten.
Nicht nur die Muskeln, sondern auch die Sinnesorgane eines Menschen können durch Befehle des Hypnotiseurs gesteuert werden.
Dr. Schmitz nimmt ein Geldstück aus seinem Portemonnaie.
»Ich zähle jetzt bis drei!«, sagt Dr. Schmitz. »Bei drei können Sie ihren Arm wieder bewegen! » Dr. Schmitz zählt und tatsächlich, sobald er die Zahl drei ausgesprochen hat, fällt der Arm des Studenten auf die Couch zurück. 



Täuschung der Sinne


Jetzt legt Dr. Schmitz das Geldstück auf den entblößten Unterarm des jungen Mannes. Dabei sagt er: »Ich lege Ihnen eine Münze auf den Arm. Die Münze habe ich eben aus dem Ofen genommen. Sie ist sehr heiß!«
Der Student zuckt zusammen. Und obwohl die Münze eine völlig normale Temperatur hat, kann man, nachdem Dr. Schmitz die Münze wieder entfernt hat, eine deutliche Rötung auf der Haut erkennen. Und es bilden sich Brandblasen.
Als nächstes nimmt Dr. Schmitz eine große Zwiebel aus deinem Schreibtisch und reicht sie dem Studenten. »Es ist ein herrlicher Apfel!«, suggeriert er ihm. »Beißen Sie nur hinein!«
Jochen B. beißt herzhaft in die Zwiebel und isst voller Genuss. Keine Meine verzieht er und seine Augen tränen nicht.
Ähnlich ist bei dem Glas Wasser, das Dr. Schmitz ihm reicht. »Hier habe ich ein Glas Sekt!«, sagt er. » Erstklassige Marke. Trinken Sie nur!«
Der Student trinkt und lächelt voller Genuss, schließlich trinkt er das ganze Glas aus.
Dr. Schmitz ist noch lange nicht mit seinem Experiment am Ende. Das alles waren bisher nur Fingerübungen. Langsam beginnt er, Jochen B. auszufragen. Er tastetet sich behutsam in die Kindheit des Studenten vor. »Sie sind vier Jahre alt!'', sagt er schließlich. »Es ist der dreiundzwanzigste August 19xx. Erzählen Sie bitte genau, was Sie an diesem Tag getan haben!«
Und Jochen B. beginnt zu erzählen. Er berichtet, dass er um acht Uhr morgens aufgestanden ist und dass draußen strahlender Sonnenschein herrschte. Er beschreibt die Sachen, die seine Mutter ihm zum Anziehen gab bis ins letzte Detail und berichtet minutiös, wie er mit seinen Eltern frühstückte und dass sein jüngerer Bruder sich beim Verlassen der Wohnung den Kopf an der Tür stieß. Dr. Schmitz stoppt die Erzählung des Studenten, denn mit dieser Präzision kann Jochen B. von jedem beliebigen Tag seines Lebens erzählen. Denn während unser Verstand seine Aufmerksamkeit nur auf die Dinge richtet, die aktuell Bedeutung für uns haben, so speichert das Unterbewusstsein jede einzelne Kleinigkeit unserer Umgebung und man kann die Erinnerung daran jederzeit abberufen, wenn man die Testperson in einen Hypnoseschlaf versetzt.
Dr. Schmitz kommt nun zu seinem letzten Experimentbeispiel. Es handelt sich dabei um eine sogenannte posthypnotische Suggestion, eine Suggestion also, die nach dem Erwachen des Hypnotisierten wirksam werden soll. Dabei kann man den Zeitpunkt, an dem dieser Befehl ausgeführt wird, genau bestimmen.
»Genau fünf Minuten nachdem Sie erwacht sind, werden Sie die Schublade meines Schreibtisches öffnen!«, sagte Dr. Schmitz. »Jetzt werde ich bis fünf zählen. Sobald ich die Zahl fünf ausspreche, werden Sie erwachen.«
Dr Schmitz zählt langsam von eins bis fünf. Bei fünf öffnet Jochen B. die Augen und blickt sich in dem Raum um. Es kann sich nicht daran erinnern, was in den letzten zehn Minuten geschehen ist.



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Die Achtziger – das waren die Jahre, als man noch überall rauchen durfte, der Marlboro-Mann und der Camel-Tramp im Kino Werbung machten und die Hollywood-Hits »Dirty Dancing«, »Shining« und »Zurück in die Zukunft« hießen. Zum Telefonieren benutzte man Festnetztelefone, und wenn man unterwegs war, musste man sich zum Anrufen eine Telefonzelle suchen – das waren gelbe Kabinen mit einem Münztelefon und einem gestohlenen Telefonbuch.

Zwei Dutzend clevere Kriminalstorys aus der guten alten Zeit – als im Fernsehen immer dienstags »Dallas« lief und freitags »Derrick« ermittelte. Die Hits des Jahrzehntes waren »Take On Me« von a-ha , Nena mit »99 Luftballons« und natürlich »Jeanny« von Falco. Wie immer zu Ihrem Vergnügen ausgesucht und zusammengestellt von Krimikenner H.P. Karr.