Freitag, 19. März 2021

Betthupferl - Gert hat Kopfschmerzen

 Gert hat Kopfschmerzen

 Von Gisela Jahn

»Ohhh!«, stöhnt Gert am Morgen, als seine Mutter ihn weckt.   »Ohh, ich habe solche Kopfschmerzen! Ich glaube, ich kann nicht in die Schule gehen!«
   Besorgt fühlt seine Mutter seine Stirn. »Seltsam!«, sagt sie. »Fieber hast du anscheinend nicht!« Aber vorsichtshalber misst sie noch einmal nach. Gert hat kein Fieber. Und einen Schnupfen auch nicht. Weder Husten noch Heiserkeit plagen ihn.
   »Wenn nur diese Kopfschmerzen nicht wären!«, seufzt  Gert und sieht seine Mutter an.
   »Spielst du mir nicht etwa etwas vor?«, erkundigt diese.
   »Aber Mutter!«, beteuert Peter. »Wie kannst du denn nur so etwas von mir denken ? »
   »Schreibt ihr heute in der Schule vielleicht eine Arbeit? Oder einen Aufsatz?«
   »Aber nein!«, versichert Gert. » Bestimmt nicht!« Und er lehnt sich wieder in die Kissen zurück und zieht ein schmerzerfülltes Gesicht. »Wenn nur diese dummen Kopfschmerzen nicht wären!«
    »Ich gebe dir eine Schmerztablette!«, entscheidet die Mutter. »Dann geht es dir sicher besser und du kannst zur Schule gehen!«
   Gleich darauf kommt sie mit einer Tablette und einen Glas Wasser zurück. Gert nimmt die Tablette in den Mund und trinkt einen Schluck Wasser. Als seine Mutter das Zimmer wieder verlässt, nimmt er die Tablette wieder aus dem Mund heraus und versteckt sie unter dem Nachttisch.
   »Die Schmerzen sind immer noch nicht weg!«, stöhnt er, als seine Mutter später noch einmal ins Zimmer schaut.
   »Also gut!«, sagt die Mutter. »Ich werde dir eine Entschuldigung für Herrn Berger schreiben. Und heute Nachmittag gehen wir zu Dr. Hansen.«
   »Heute Nachmittag?«, fragst Gert bestürzt. »Das geht nicht, da bin ich mit Dirk und Roland zum Fußballspielen verabredet!«
   »Da wirst du kaum hingehen können, denn du bist doch krank!«, erinnert ihn die Mutter. »Und wer krank ist‚ der muss zu einen Arzt gehen!«
   »Ja, wenn das so ist … » Gert überlegt einen Augenblick. Dann springt er aus dem Bett. »Denk dir auf einmal sind die Kopfschmerzen wie weggeblasen. Die Tablette  scheint  doch gewirkt zu haben! Dann kann ich ja zur Schule gehen und auch heute Nachmittag  mit Dirk und Roland Fußball spielen! »
   »Ja, natürlich – wenn die Schmerzen fort sind, kannst du auch zum Fußballspielen gehen!«, erklärt die Mutter. »Aber nun komm in die Küche, das Frühstück ist fertig.

© O.R.Lando / Gisela Jahn

   


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Gisela Jahn

Treffpunkt Reiterhof

Jutta ist aufgeregt, weil sie eben von ihrer Mutter erfahren hat, dass sie das Wochenende auf dem Reiterhof ihres neuen Freundes verbringen werden. Sie möchte nicht, dass ihr Mutter sich mit ihrem neuen Freund abgibt, denn sie vermisst ihren Vater sehr.
Dennoch führt die mit ihrer Mutter auf den Reiterhof und lernt dort Billie kennen – die Tochter des Freundes ihrer Mutter, Das kratzbürstige Mädchen will nichts mit Jutta zu tun haben, weil sie nicht möchte, dass ihr Vater sich mit Juttas Mutter abgibt.


Ist es normal, wenn man auf einen Reiterhof eingeladen wird und sich gar nicht darüber freuen kann? Jutta hat ihre Gründe, und nur widerstrebend findet sie sich mit der Neuigkeit ab, die ihr ihre Mutter eröffnet. Sie hat einen Mann kennengelernt, mit den sie zusammenleben möchte. Wie sich bald herausstellt, hat dessen Tochter Billie fast dasselbe Problem. Gemeinsam suchen die beiden Mädchen nach einem geeigneten Ausweg. Wie können sie verhindern, dass ihre Eltern sich für eine gemeinsame Zukunft zusammenfinden?
 


Gisela Jahn
Treffpunkt Reiterhof
Verkaufspreis: 1,99 €
Seitenanzahl: 135
ISBN: 978-3-7485-9732-2
Veröffentlicht: 12.06.2019
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Gert hat Kopfschmerzen
© O.R. Lando /Gisela Jahn
Verbreitung nur mit Genehmigung

Erstveröffentlichung in:
Mücke - Das bunte "Gib acht" - Heft für die Grundschule.
Herausgegeben vom Aufklärungsdienst für Jugendschutz
Verlag:  Universum-Verlag, Wiesbaden



    
   
   

Betthupferl Kindergeschichte - Der Trotzkopf

 

 


Der Trotzkopf

Eine Kindergeschichte von Gisela Jahn

Nun aber ab ins Kinderzimmer und die Tür  zugeknallt. Aber mit  schön viel Schwung, damit Mutti es auch hört. Damit sie weiß, wie wütend ich bin.
   Ich seh doch gar nicht ein, warum ich die Rechenaufgaben noch einmal machen soll.
   Gut - ich habe mich »ein paar Mal vertan und mich verrechnet und dann das falsche Ergebnis mit Tintenkiller weggemacht und das neue  drübergeschrieben. Natürlich sieht man das, aber es kommt ja wohl darauf an, ob das Ergebnis richtig ist, und nicht darauf, wie es aussieht!
   Und was hat Mutti gemacht?
   »So geht das nicht!«, hat sie gesagt und einen dicken Strich durch die drei Päckchen gemacht. Einfach so. Mitten durch.
   »Das schreibst du jetzt noch einmal ab!«, hat sie gesagt. »Vorher darfst du nicht auf den Spielplatz.«
   Und dabei habe ich mich doch für drei Uhr mit Ralf verabredet.
   Wie spät ist es eigentlich?
   Zu blöd, die Uhr ist im Wohnzimmer, aber wenn ich jetzt aus dem Zimmer gehe, dann denkt Mutti womöglich noch, sie hätte mich geschafft.
   Nein!
   Die Aufgaben schreibe ich trotzdem nicht ab. Warum muss Frau Hoffmann uns aber auch immer die schweren Minus-Aufgaben aufgeben? Und dann geht sie jeden Morgen auch noch durch die Reihen und sieht sich die Hefte an,
   Was sie wohl sagen wird,  wenn sie meins sieht? Mit  dem dicken Strich mittendurch.
   »Das war meine Mutter!«, werde ich sagen. Soll Mutti doch sehen, wie sie mit Frau Hoffmann fertig wird. Vielleicht bestellt Frau Hoffmann sie in die Schule, und dann kriegen sich die beiden so richtig in die Haare - Mensch, das wäre toll!
   Was ruft Mutti da aus dem Wohnzimmer? Ich soll zu ihr kommen?
   Denkste! Ich bleib hier! Und die Aufgaben schreib! ich nicht nochmal ab. Bleibe ich eben heute Nachmittag zuhause und gehe nicht mit Ralf auf den Spielplatz.
   Ralf! Der hat sowieso immer so dumme Ideen. Warum geht man eigentlich zur Schule? Wozu müssen wir diese blöden Minus-Aufgaben lernen?
   Vati sagt, das sei fürs Leben. Damit wir später einen Beruf haben können,
   Dummes Zeug. Wenn ich groß bin, dann werde ich Tierforscher und reise durch Afrika und filme die Tiere fürs Fernsehen. Öder ich werde ganz einfach Astronaut und bin dann in der Raumstation und mache Experimente. Da brauche ich keine Minus-Aufgaben, ganz bestimmt nicht, weil die ganze Raumstation mit Computern arbeitet. Und ich hab die Minus-Aufgaben ja sowieso mit Vatis Taschenrechner ausgerechnet.
   Mutti kann warten, bis sie schwarz wird. Die Aufgaben schreibe ich nicht noch einmal ab, Und Ralf kann auch warten. Soll er doch alleine zum Spielplatz gehen und das Versteck von Dieter und Bernd suchen. Findet er doch sowieso nicht,
   Ach, hier ist ja das Rechenheft,
   Also wirklich, eine Unverschämtheit von Mutti. Ein dicker Strich mitten durch die Aufgaben, und dazu noch mit Kugelschreiber, da kann ich mit dem Tintenkiller überhaupt nichts mehr machen.
   Aber irgendwie hat  Mutti schon recht - geschmiert sind die Zahlen wirklich. Was soll das hier sein? Eine acht oder eine fünf. Nein, das sieht eher wie eine acht aus.
   Moment mal.  Achtzehn minus sechs ist zwölf. Also eine zwei ist das. |
   Die Aufgabe muss ich nochmal schreiben, damit ich morgen weiß, was das heißen soll. Aber nicht, weil Mutti den Strich gemacht hat. Nein, deswegen nicht.
   Ach, da wirft Ralf  Steinchen gegen das Fenster. Augenblick, ich komme gleich. Ich muss erst nach die anderen Aufgaben abschreiben.
  

© O.R.Lando / Gisela Jahn


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Treffpunkt Reiterhof

Jutta ist aufgeregt, weil sie eben von ihrer Mutter erfahren hat, dass sie das Wochenende auf dem Reiterhof ihres neuen Freundes verbringen werden. Sie möchte nicht, dass ihr Mutter sich mit ihrem neuen Freund abgibt, denn sie vermisst ihren Vater sehr.
Dennoch führt die mit ihrer Mutter auf den Reiterhof und lernt dort Billie kennen – die Tochter des Freundes ihrer Mutter, Das kratzbürstige Mädchen will nichts mit Jutta zu tun haben, weil sie nicht möchte, dass ihr Vater sich mit Juttas Mutter abgibt.


Ist es normal, wenn man auf einen Reiterhof eingeladen wird und sich gar nicht darüber freuen kann? Jutta hat ihre Gründe, und nur widerstrebend findet sie sich mit der Neuigkeit ab, die ihr ihre Mutter eröffnet. Sie hat einen Mann kennengelernt, mit den sie zusammenleben möchte. Wie sich bald herausstellt, hat dessen Tochter Billie fast dasselbe Problem. Gemeinsam suchen die beiden Mädchen nach einem geeigneten Ausweg. Wie können sie verhindern, dass ihre Eltern sich für eine gemeinsame Zukunft zusammenfinden?
 


Gisela Jahn
Treffpunkt Reiterhof
Verkaufspreis: 1,99 €
Seitenanzahl: 135
ISBN: 978-3-7485-9732-2
Veröffentlicht: 12.06.2019
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Der Trotzkopf
© O.R. Lando /Gisela Jahn
Verbreitung nur mit Genehmigung

Erstveröffentlichung in:
Mücke - Das bunte "Gib acht" - Heft für die Grundschule.
Herausgegeben vom Aufklärungsdienst für Jugendschutz
Verlag:  Universum-Verlag, Wiesbaden
Nr 8 / 1979 August


Donnerstag, 18. März 2021

Betthupferl Kindergeschichte - August, dummer August

 

August, dummer August

Von Gisela Jahn

In der 3b war ein Neuer. Er kam heute morgen mit dem Hausmeister und setzte sich neben Peter in die letzte Bank.
  »Wie heißt du denn?«, fragte die Klassenlehrerin Frau Mahlig ihn in der ersten Stunde.
  »August Krause!«, erwiderte der Neue und stand auf. Die ganze Klasse brach in schallendes Gelächter aus.
  »August, August, dummer August!«, kicherte Lothar.
  »Ach du lieber Augustin, ach du lieber Augustin!”, sang Peter.
  Der Neue war rot geworden wie eine Tomate.
  »Warum lacht ihr denn?« wollte Frau Mahlig wissen. »Was kann August denn für seinen Namen?«
  »Er ist so... so komisch!«, sagte Klaus in der ersten Reihe.
  »Wie der Clown im Zirkus!«, stimmte Heike ihm zu, und wieder lachten alle.
  Der Neue setzte sich still hin und musterte die Klasse stumm. Er schien daran gewöhnt zu sein, daß man über seinen ausgefallenen Namen Witze machte.
  »August ist ein Name wie jeder andere auch!«,sagte Frau Mahlig. »Der Name August kommt von dem römischen Kaiser Augustus, der vor zweitausend Jahren lebte. Ich weiß wirklich nicht, was es da zu lachen gibt.«
  »Aber heute heißt doch niemand mehr August«, erwiderte Peter. »Wir heißen alle Klaus, Lothar, Rainer oder Michael.«
  »Aber die meisten von euch haben doch einen zweiten Vornamen, nicht wahr?«, erkundigte sich Frau Mahlig. »Wie heißt du denn mit deinem ganzen Namen, Peter?«
  Peter zögerte.
  »Nun sag’ doch schon!«, drängte Klaus.  
  »Peter Otto Reuter!«, sagte Peter kleinlaut und Klaus brach in Gelächter aus.
  »Und du, Klaus?«, fragte Frau Mahlig.
  »Ich? Ich heiße Klaus Justus...«
  Nun war es an Peter, zu lachen.
  »Seht ihr!« sagte Frau Mahlig. »Beinahe jeder von euch hat einen Namen, über den man lachen könnte. Aber warum lacht ihr ausgerechnet über August, nur weil sein Rufname etwas ausgefallen ist? Was wäre, wenn dein Rufname Otto. wäre,
Peter? Oder du, Justus — ich meine Klaus ... .«
  Als Peter an diesem Tag nach Hause kommt, sagt er zu seiner Mutter: »Wir haben einen Neuen in der Klasse. Er heißt August Krause.«
  »August«, lacht die Mutter. »Das ist aber ein komischer Name!«
  »Warum?«, fragt Peter.


© O.R. Lando /Gisela Jahn


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Treffpunkt Reiterhof

Jutta ist aufgeregt, weil sie eben von ihrer Mutter erfahren hat, dass sie das Wochenende auf dem Reiterhof ihres neuen Freundes verbringen werden. Sie möchte nicht, dass ihr Mutter sich mit ihrem neuen Freund abgibt, denn sie vermisst ihren Vater sehr.
Dennoch führt die mit ihrer Mutter auf den Reiterhof und lernt dort Billie kennen – die Tochter des Freundes ihrer Mutter, Das kratzbürstige Mädchen will nichts mit Jutta zu tun haben, weil sie nicht möchte, dass ihr Vater sich mit Juttas Mutter abgibt.


Ist es normal, wenn man auf einen Reiterhof eingeladen wird und sich gar nicht darüber freuen kann? Jutta hat ihre Gründe, und nur widerstrebend findet sie sich mit der Neuigkeit ab, die ihr ihre Mutter eröffnet. Sie hat einen Mann kennengelernt, mit den sie zusammenleben möchte. Wie sich bald herausstellt, hat dessen Tochter Billie fast dasselbe Problem. Gemeinsam suchen die beiden Mädchen nach einem geeigneten Ausweg. Wie können sie verhindern, dass ihre Eltern sich für eine gemeinsame Zukunft zusammenfinden?
 


Gisela Jahn
Treffpunkt Reiterhof
Verkaufspreis: 1,99 €
Seitenanzahl: 135
ISBN: 978-3-7485-9732-2
Veröffentlicht: 12.06.2019
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August, dummer August
© O.R. Lando /Gisela Jahn
Verbreitung nur mit Genehmigung


Erstveröffentlichung in:
Mücke - Das bunte "Gib acht" - Heft für die Grundschule.
Herausgegeben vom Aufklärungsdienst für Jugendschutz
Verlag:  Universum-Verlag, Wiesbaden
Nr 9 / 1974 September
Erstsendung
Bayerischer Rundfunk
Kinderfunk "Betthupferl" 19.10.1987


Betthupferl Kindergeschichte - Die Schluderiche

 


Die Schluderiche

Von Gisela Jahn

Kennst du die Schluderiche?
  Nein, bestimmt nicht, denn sie sind ja erst vorgestern von dem weltbekannten Professor Ambrosius am Südpol entdeckt worden. Dort leben sie in einer kleinen Oase, wo Palmen und Weihnachtsbäume von oben nach unten wachsen, und wo es jeden Tag samtweiche Honigtropfen regnet.
  Die Schluderiche sind grün, wenn sie nicht gerade gelb sind, dann sind sie natürlich rot. Aber auf diese Art und Weise kann man sie gut auseinanderhalten.
Die Schluderichkinder sind ungefähr zwei Meter groß, wenn sie auf die Welt kommen, und je älter sie werden, desto mehr schrumpfen sie zusammen. Und weil die Schulen in der Oase nur einen Meter groß sind, kommen die Schluderiche erst in die Schule, wenn sie vierzig oder sogar fünfundvierzig Jahre alt sind. Dann haben sie gerade die richtige Höhe, um ins Schulhaus hineinzugehen.
Wenn man einem Schluderich eine große Freude machen will, dann schenkt man ihm einfach ein Pfund Spinat, denn Spinat mögen sie überhaupt nicht, und deshalb werfen sie ihn sofort weg.
  Sie lesen ihre Bücher von hinten nach vorn durch, und wenn sich zwei Schluderiche treffen, dann begrüßen sie sich mit: »Auf Wiedersehen, alter Gauner!«
  Natürlich haben die Schluderiche auch Kaufhäuser, wo sie für ihre alten Möbel und alle anderen Dinge Geld bekommen. Das Geld besteht aus großen und kleinen Löchern, auf denen dann steht, wieviel sie wert sind.
  Morgens, wenn es dunkel wird, stehen die Schluderiche auf und gehen zu Bett. Sie waschen sich im Wohnzimmer ihrer Häuser, dann gehen sie hinauf in den Keller und frühstücken Briketts mit Orangenmarmelade. Den ganzen Tag über springen sie auf den Händen umher, damit sie nicht an dem Honig auf dem Boden festkleben.
  Und abends, wenn es hell wird und die dunkelgrünen Apfelsinen in ihre Elefantenlöcher kriechen, zünden die Schluderiche ihre Hundehütten  an und erzählen sich Lügengeschichten.
  Und dies hier ist eine davon.


© O.R. Lando /Gisela Jahn


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Treffpunkt Reiterhof

Jutta ist aufgeregt, weil sie eben von ihrer Mutter erfahren hat, dass sie das Wochenende auf dem Reiterhof ihres neuen Freundes verbringen werden. Sie möchte nicht, dass ihr Mutter sich mit ihrem neuen Freund abgibt, denn sie vermisst ihren Vater sehr.
Dennoch führt die mit ihrer Mutter auf den Reiterhof und lernt dort Billie kennen – die Tochter des Freundes ihrer Mutter, Das kratzbürstige Mädchen will nichts mit Jutta zu tun haben, weil sie nicht möchte, dass ihr Vater sich mit Juttas Mutter abgibt.


Ist es normal, wenn man auf einen Reiterhof eingeladen wird und sich gar nicht darüber freuen kann? Jutta hat ihre Gründe, und nur widerstrebend findet sie sich mit der Neuigkeit ab, die ihr ihre Mutter eröffnet. Sie hat einen Mann kennengelernt, mit den sie zusammenleben möchte. Wie sich bald herausstellt, hat dessen Tochter Billie fast dasselbe Problem. Gemeinsam suchen die beiden Mädchen nach einem geeigneten Ausweg. Wie können sie verhindern, dass ihre Eltern sich für eine gemeinsame Zukunft zusammenfinden?
 


Gisela Jahn
Treffpunkt Reiterhof
Verkaufspreis: 1,99 €
Seitenanzahl: 135
ISBN: 978-3-7485-9732-2
Veröffentlicht: 12.06.2019
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Die Schluderiche
© O.R. Lando /Gisela Jahn
Verbreitung nur mit Genehmigung


Erstveröffentlichung in:
Mücke - Das bunte "Gib acht" - Heft für die Grundschule.
Herausgegeben vom Aufklärungsdienst für Jugendschutz
Verlag:  Universum-Verlag, Wiesbaden
1984
Erstsendung
Bayerischer Rundfunk
Kinderfunk "Betthupferl" 9.11.2987


Sonntag, 14. März 2021

Betthupferl - Kindergeschichte Der Supermanfred

 



Der Supermanfred

Von Gisela Jahn

 Manfred rennt durch den Vorgarten, um das Haus herum, durch die Terrassentür ins Wohnzimmer und weiter durch den Flur in die Küche. Dabei brummt er wie ein wildgewordener Bienenschwarm:
   »Bruooommmmmmm Woahhhhhmmmmm!«
   »Bist du verrückt geworden?«, erkundigt sich Manfreds Mutter, die in der Küche am Herd steht.
   »Ich bin der Supermanfred!«, verkündet Manfred. Er stellt sich auf die Zehenspitzen und drückt die Brust heraus. »Keine Aufgabe ist mir zu schwer, kein Weg zu weit, kein Problem zu schwierig und kein Gegner zu stark!«
   Manfred gießt sich ein Glas Sprudel ein. »Supermanfred hat Superdurst!«, sagt er.
   »Hast du nicht eben gesagt, daß dir keine Aufgabe zu schwer und kein Problem zu schwierig ist?«, fragt Frau Hofer auf einmal.
   »Natürlich!«, nickt Manfred. »Der Supermanfred ist immer bereit, jemanden zu helfen. Kein Weg ist ihm zu weit...«
   »So weit ist der Weg gar nicht!«, erwidert die Mutter. »Allerdings ist es ein sehr schwerer Auftrag. Es dreht sich um den Abfalleimer!«
   »Oho!«, sagt Manfred und betrachtet den Abfalleimer. »Er ist voll!«, sagt er.
   Die Mutter nickt. »Und ich weiß mir nicht zu helfen!«, sagt sie. »Wo soll ich jetzt den Abfall hintun?«
   »Man müßte den Eimer ausleeren!«, sagt der Supermanfred. »In eine Mülltonne zum Beispiel!«
   »Natürlich!«, ruft die Mutter erleichtert aus. »Mit deinem Super-Gehirn hast du die Lösung gefunden! Werden deine Super-Muskeln es auch schaffen, den Eimer bis zur Mülltonne zu tragen?«
   »Natürlich«, versichert Manfred. »Kein Weg ist mir zu weit, keine Last zuschwer... «
   »Na fein!« erklärt die Mutter. »Und wenn du zurückkommst, dann gibt es eine Super-Überraschung!«
   Manfred schnüffelt in der Küche.herum.
   »Meine Supernase riecht Karamelpudding!«
   »Natürlich!«, lacht die Mutter. »Ich weiß doch, was Supermänner mögen!«
 
© O.R. Lando /Gisela Jahn


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Treffpunkt Reiterhof

Jutta ist aufgeregt, weil sie eben von ihrer Mutter erfahren hat, dass sie das Wochenende auf dem Reiterhof ihres neuen Freundes verbringen werden. Sie möchte nicht, dass ihr Mutter sich mit ihrem neuen Freund abgibt, denn sie vermisst ihren Vater sehr.
Dennoch führt die mit ihrer Mutter auf den Reiterhof und lernt dort Billie kennen – die Tochter des Freundes ihrer Mutter, Das kratzbürstige Mädchen will nichts mit Jutta zu tun haben, weil sie nicht möchte, dass ihr Vater sich mit Juttas Mutter abgibt.


Ist es normal, wenn man auf einen Reiterhof eingeladen wird und sich gar nicht darüber freuen kann? Jutta hat ihre Gründe, und nur widerstrebend findet sie sich mit der Neuigkeit ab, die ihr ihre Mutter eröffnet. Sie hat einen Mann kennengelernt, mit den sie zusammenleben möchte. Wie sich bald herausstellt, hat dessen Tochter Billie fast dasselbe Problem. Gemeinsam suchen die beiden Mädchen nach einem geeigneten Ausweg. Wie können sie verhindern, dass ihre Eltern sich für eine gemeinsame Zukunft zusammenfinden?
 


Gisela Jahn
Treffpunkt Reiterhof
Verkaufspreis: 1,99 €
Seitenanzahl: 135
ISBN: 978-3-7485-9732-2
Veröffentlicht: 12.06.2019
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Der Supermanfred
© O.R. Lando /Gisela Jahn
Verbreitung nur mit Genehmigung


Erstveröffentlichung in:
Mücke - Das bunte "Gib acht" - Heft für die Grundschule.
Herausgegeben vom Aufklärungsdienst für Jugendschutz
Verlag:  Universum-Verlag, Wiesbaden
1986
Erstsendung
Bayerischer Rundfunk
Kinderfunk "Betthupferl" 8.12.2987


Treffpunkt Reiterhof

Gisela Jahn

Treffpunkt Reiterhof

Jutta ist aufgeregt, weil sie eben von ihrer Mutter erfahren hat, dass sie das Wochenende auf dem Reiterhof ihres neuen Freundes verbringen werden. Sie möchte nicht, dass ihr Mutter sich mit ihrem neuen Freund abgibt, denn sie vermisst ihren Vater sehr.
Dennoch führt die mit ihrer Mutter auf den Reiterhof und lernt dort Billie kennen – die Tochter des Freundes ihrer Mutter, Das kratzbürstige Mädchen will nichts mit Jutta zu tun haben, weil sie nicht möchte, dass ihr Vater sich mit Juttas Mutter abgibt.


Ist es normal, wenn man auf einen Reiterhof eingeladen wird und sich gar nicht darüber freuen kann? Jutta hat ihre Gründe, und nur widerstrebend findet sie sich mit der Neuigkeit ab, die ihr ihre Mutter eröffnet. Sie hat einen Mann kennengelernt, mit den sie zusammenleben möchte. Wie sich bald herausstellt, hat dessen Tochter Billie fast dasselbe Problem. Gemeinsam suchen die beiden Mädchen nach einem geeigneten Ausweg. Wie können sie verhindern, dass ihre Eltern sich für eine gemeinsame Zukunft zusammenfinden?
 


Gisela Jahn
Treffpunkt Reiterhof
Verkaufspreis: 1,99 €
Seitenanzahl: 135
ISBN: 978-3-7485-9732-2
Veröffentlicht: 12.06.2019
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Betthupferl - Kindergeschichte




Die Babutze

Von Gisela Jahn

 Peter nimmt behutsam den großen weißen Schuhkarton unter den Arm und geht damit in die Küche, wo seine Mutter das Mittagessen kocht.
  »Darf ich den Karton behalten?«, fragt er.
  »Wozu brauchst du ihn denn?«, erkundigt sich die Mutter.
  »Für meine Babutze, als Haus!«, erklärt Peter.
  »Für was?« Mutter sieht ihn entgeistert an.
  »Für meine Babutze!«, wiederholt Peter geduldig. »Weißt du etwa nicht, was Babutze sind?«
  »Offen gesagt, nein.«
  »Babutze sind kleine Tierchen!«, erläutert Peter. »Sie haben einen langen Kopf, runden Leib, viele kleine Beine. Sie leben vor allem in alten, leeren Schuhkartons und am liebsten essen sie Schokolade, dazu trinken sie für ihr Leben gern Kakao.«
  »Genau wie du!«, wirft die Mutter ein.
  »Deshalb sind sie ja auch meine Lieblingstiere!«, lächelt Peter. »Früher gab es die Babutze nur in Amerika, doch als Kolumbus den neuen Erdteil entdeckte, kamen einige von ihnen heimlich auf sein Schiff und wurden so nach Europa gebracht, wo es ihnen außerordentlich gut gefiel. Sie vermehrten sich schnell, und bald gab es in jedem kleinen Städtchen ein paar hundert Babutze. Babutze sind nicht schädlich, nicht bissig, sie übertragen keine Krankheiten und sie riechen auch nicht.«
  »Das müssen aber nette kleine Tierchen sein!«, meint die Mutter.   
  »Darf ich einmal einen Blick in den Karton werfen?«
  »Das geht leider nicht!«, sagt Peter bedauernd. »Babutze sind lichtempfindlich. Kommen sie in die Sonne, werden sie ganz blau im Gesicht.«
  »Das ist wirklich schade!«, lächelt die Mutter. »Aber ich darf ihnen doch sicher eine Tasse Kakao geben?«
  »Ich glaube schon!«, sagt Peter. Er nimmt die Tasse und verschwindet damit im Kinderzimmer. Als er bald darauf in die Küche zurückkehrt, ist die Tasse leer.
  »Nun?«, will die Mutter wissen. »Hat es ihnen geschmeckt?«
  »Ja, sehr!« bestätigt Peter und wischt sich schnell den Mund ab. 

 

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Jutta ist aufgeregt, weil sie eben von ihrer Mutter erfahren hat, dass sie das Wochenende auf dem Reiterhof ihres neuen Freundes verbringen werden. Sie möchte nicht, dass ihr Mutter sich mit ihrem neuen Freund abgibt, denn sie vermisst ihren Vater sehr.
Dennoch führt die mit ihrer Mutter auf den Reiterhof und lernt dort Billie kennen – die Tochter des Freundes ihrer Mutter, Das kratzbürstige Mädchen will nichts mit Jutta zu tun haben, weil sie nicht möchte, dass ihr Vater sich mit Juttas Mutter abgibt.


Ist es normal, wenn man auf einen Reiterhof eingeladen wird und sich gar nicht darüber freuen kann? Jutta hat ihre Gründe, und nur widerstrebend findet sie sich mit der Neuigkeit ab, die ihr ihre Mutter eröffnet. Sie hat einen Mann kennengelernt, mit den sie zusammenleben möchte. Wie sich bald herausstellt, hat dessen Tochter Billie fast dasselbe Problem. Gemeinsam suchen die beiden Mädchen nach einem geeigneten Ausweg. Wie können sie verhindern, dass ihre Eltern sich für eine gemeinsame Zukunft zusammenfinden?
 


Gisela Jahn
Treffpunkt Reiterhof
Verkaufspreis: 1,99 €
Seitenanzahl: 135
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Die Babutze
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Mücke - Das bunte "Gib acht" - Heft für die Grundschule.
Herausgegeben vom Aufklärungsdienst für Jugendschutz
Verlag:  Universum-Verlag, Wiesbaden
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