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Montag, 22. März 2021

Betthupferl - Jagd auf Hansi



 Jagd auf Hansi

 Von Gisela Jahn
 Wer hat nur aus Versehen das Türchen des Vogelkäfigs offengelassen? Jetzt sitzt Hansi, der grünge!be Wellensittich, auf der Gardinenstange im Wohnzimmer und zwitschert nervös vor sich hin.
   Martin ist allein zu Hause. Seine Mutter ist einkaufen gegangen. Martin holt sich einen Stuhl und klettert auf die Sitzfläche. Vorsichtig streckt er seine Hand nach dem Vogel aus.
   Doch Hansi möchte seine Freiheit nicht so schnell wieder verlieren! Er flattert davon und wählt den Wohnzimmerschrank als neuen Sitzplatz.
   Martin verliert auch prompt das Gleichgewicht. Er gelangt zwar heil auf den Boden zurück, doch die Topfblume auf der Fensterbank muss daran glauben.
   Martin probiert es noch einmal. Er pirscht sich mit dem Stuhl leise an den Schrank heran, klettert langsam hinauf. Behutsam nähert er seine Hand dem kleinen Ausreißer, der inzwischen herzhaft zu zwitschern begonnen hat. Fünf Zentimeter ist Martins Hand noch von Hansi entfernt! Martin greift zu — doch seine Hand fasst ins Leere.
   Hansi kreist mit aufgeregten Flügelschlägen durch das Zimmer und späht nach einem neuen Landeplatz aus. Martin klettert vom Stuhl herunter und entdeckt die dunklen Flecken, die seine Schuhe auf dem Polster hinterlassen haben.
   Das wird ja immer schöner!
   Jetzt greift Martin zu einer List. Er stellt Hansis Futternäpfchen auf den Tisch und hält einen Pappkarton bereit, um ihn über den Vogel stülpen zu können, wenn er frisst. Doc#' im Augenblick sitzt Hansi auf dem Fußboden unter der Geschirrkommode. Er scheint dort schlafen zu wollen, denn er gibt keinen Ton von sich und bewegt sich auch nicht. Martin legt sich auf den Bauch und kriecht leise wie ein Indianer heran. Bis auf wenige Zentimeter nähert er sich dem grünen Vogel, dann trifft ihn Hansis scharfer Schnabel schmerzhaft in den kleinen Finger.
   „Au!“, schreit Martin. Er zieht die Hand zurück und will aufspringen. Doch — bumms! stößt er mit dem Kopf gegen die Kommode.
   Währenddessen sitzt Hansi gemütlich auf dem Tisch vor seinem Futternapf und knackt ein Samenkorn nach dem anderen. Martin packt den Pappkarton und nähert sich dem Vogel, der sich dadurch nicht bei seiner Mahlzeit stören lässt.
   Jetzt!
   Martin stülpt den Karton über den Futternapf — das heißt, er versucht es. Erschrocken flattert Hansi auf, der Karton trifft den Futternapf, kippt ihn um und Samenkörner aller Art verteilen sich auf dem Tisch. Hansi schimpft schrill von der Spitze des Gummibaumes herunter.
   Martin hört, wie seine Mutter vom Einkaufen zurückkommt. Das wird ja eine schöne Bescherung geben! denkt er und läuft ihr entgegen.
   „Hansi ist aus dem Käfig ausgebrochen!“, ruft er.
   „Oh je!“, stöhnt die Mutter.
   Da sieht sie die zerstörte Topfpflanze. Sie sieht die dunklen Flecken auf dem Stuhl. Und das Vogelfutter auf dem Tisch!
   Und sie sieht Hansi, der so, als sei nichts geschehen, in seinem Vogelbauer hockt und fröhlich vor sich hinpfeift.
   
© O.R.Lando / Gisela Jahn
   

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Gisela Jahn

Treffpunkt Reiterhof

Jutta ist aufgeregt, weil sie eben von ihrer Mutter erfahren hat, dass sie das Wochenende auf dem Reiterhof ihres neuen Freundes verbringen werden. Sie möchte nicht, dass ihr Mutter sich mit ihrem neuen Freund abgibt, denn sie vermisst ihren Vater sehr.
Dennoch führt die mit ihrer Mutter auf den Reiterhof und lernt dort Billie kennen – die Tochter des Freundes ihrer Mutter, Das kratzbürstige Mädchen will nichts mit Jutta zu tun haben, weil sie nicht möchte, dass ihr Vater sich mit Juttas Mutter abgibt.


Ist es normal, wenn man auf einen Reiterhof eingeladen wird und sich gar nicht darüber freuen kann? Jutta hat ihre Gründe, und nur widerstrebend findet sie sich mit der Neuigkeit ab, die ihr ihre Mutter eröffnet. Sie hat einen Mann kennengelernt, mit den sie zusammenleben möchte. Wie sich bald herausstellt, hat dessen Tochter Billie fast dasselbe Problem. Gemeinsam suchen die beiden Mädchen nach einem geeigneten Ausweg. Wie können sie verhindern, dass ihre Eltern sich für eine gemeinsame Zukunft zusammenfinden?
 


Gisela Jahn
Treffpunkt Reiterhof
Verkaufspreis: 1,99 €
Seitenanzahl: 135
ISBN: 978-3-7485-9732-2
Veröffentlicht: 12.06.2019
überall wo es ebooks gibt
kaufen bei amazon .de
kaufen bei thalia.de
kaufen bei hugendubel.de
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Jagd auf Hansi
© O.R. Lando /Gisela Jahn
Verbreitung nur mit Genehmigung

Erstveröffentlichung in:
Mücke - Das bunte "Gib acht" - Heft für die Grundschule.
Herausgegeben vom Aufklärungsdienst für Jugendschutz
Verlag:  Universum-Verlag, Wiesbaden



   

 
    

   
   

Freitag, 19. März 2021

Betthupferl - Gert hat Kopfschmerzen

 Gert hat Kopfschmerzen

 Von Gisela Jahn

»Ohhh!«, stöhnt Gert am Morgen, als seine Mutter ihn weckt.   »Ohh, ich habe solche Kopfschmerzen! Ich glaube, ich kann nicht in die Schule gehen!«
   Besorgt fühlt seine Mutter seine Stirn. »Seltsam!«, sagt sie. »Fieber hast du anscheinend nicht!« Aber vorsichtshalber misst sie noch einmal nach. Gert hat kein Fieber. Und einen Schnupfen auch nicht. Weder Husten noch Heiserkeit plagen ihn.
   »Wenn nur diese Kopfschmerzen nicht wären!«, seufzt  Gert und sieht seine Mutter an.
   »Spielst du mir nicht etwa etwas vor?«, erkundigt diese.
   »Aber Mutter!«, beteuert Peter. »Wie kannst du denn nur so etwas von mir denken ? »
   »Schreibt ihr heute in der Schule vielleicht eine Arbeit? Oder einen Aufsatz?«
   »Aber nein!«, versichert Gert. » Bestimmt nicht!« Und er lehnt sich wieder in die Kissen zurück und zieht ein schmerzerfülltes Gesicht. »Wenn nur diese dummen Kopfschmerzen nicht wären!«
    »Ich gebe dir eine Schmerztablette!«, entscheidet die Mutter. »Dann geht es dir sicher besser und du kannst zur Schule gehen!«
   Gleich darauf kommt sie mit einer Tablette und einen Glas Wasser zurück. Gert nimmt die Tablette in den Mund und trinkt einen Schluck Wasser. Als seine Mutter das Zimmer wieder verlässt, nimmt er die Tablette wieder aus dem Mund heraus und versteckt sie unter dem Nachttisch.
   »Die Schmerzen sind immer noch nicht weg!«, stöhnt er, als seine Mutter später noch einmal ins Zimmer schaut.
   »Also gut!«, sagt die Mutter. »Ich werde dir eine Entschuldigung für Herrn Berger schreiben. Und heute Nachmittag gehen wir zu Dr. Hansen.«
   »Heute Nachmittag?«, fragst Gert bestürzt. »Das geht nicht, da bin ich mit Dirk und Roland zum Fußballspielen verabredet!«
   »Da wirst du kaum hingehen können, denn du bist doch krank!«, erinnert ihn die Mutter. »Und wer krank ist‚ der muss zu einen Arzt gehen!«
   »Ja, wenn das so ist … » Gert überlegt einen Augenblick. Dann springt er aus dem Bett. »Denk dir auf einmal sind die Kopfschmerzen wie weggeblasen. Die Tablette  scheint  doch gewirkt zu haben! Dann kann ich ja zur Schule gehen und auch heute Nachmittag  mit Dirk und Roland Fußball spielen! »
   »Ja, natürlich – wenn die Schmerzen fort sind, kannst du auch zum Fußballspielen gehen!«, erklärt die Mutter. »Aber nun komm in die Küche, das Frühstück ist fertig.

© O.R.Lando / Gisela Jahn

   


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Gisela Jahn

Treffpunkt Reiterhof

Jutta ist aufgeregt, weil sie eben von ihrer Mutter erfahren hat, dass sie das Wochenende auf dem Reiterhof ihres neuen Freundes verbringen werden. Sie möchte nicht, dass ihr Mutter sich mit ihrem neuen Freund abgibt, denn sie vermisst ihren Vater sehr.
Dennoch führt die mit ihrer Mutter auf den Reiterhof und lernt dort Billie kennen – die Tochter des Freundes ihrer Mutter, Das kratzbürstige Mädchen will nichts mit Jutta zu tun haben, weil sie nicht möchte, dass ihr Vater sich mit Juttas Mutter abgibt.


Ist es normal, wenn man auf einen Reiterhof eingeladen wird und sich gar nicht darüber freuen kann? Jutta hat ihre Gründe, und nur widerstrebend findet sie sich mit der Neuigkeit ab, die ihr ihre Mutter eröffnet. Sie hat einen Mann kennengelernt, mit den sie zusammenleben möchte. Wie sich bald herausstellt, hat dessen Tochter Billie fast dasselbe Problem. Gemeinsam suchen die beiden Mädchen nach einem geeigneten Ausweg. Wie können sie verhindern, dass ihre Eltern sich für eine gemeinsame Zukunft zusammenfinden?
 


Gisela Jahn
Treffpunkt Reiterhof
Verkaufspreis: 1,99 €
Seitenanzahl: 135
ISBN: 978-3-7485-9732-2
Veröffentlicht: 12.06.2019
überall wo es ebooks gibt
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Gert hat Kopfschmerzen
© O.R. Lando /Gisela Jahn
Verbreitung nur mit Genehmigung

Erstveröffentlichung in:
Mücke - Das bunte "Gib acht" - Heft für die Grundschule.
Herausgegeben vom Aufklärungsdienst für Jugendschutz
Verlag:  Universum-Verlag, Wiesbaden



    
   
   

Betthupferl Kindergeschichte - Der Trotzkopf

 

 


Der Trotzkopf

Eine Kindergeschichte von Gisela Jahn

Nun aber ab ins Kinderzimmer und die Tür  zugeknallt. Aber mit  schön viel Schwung, damit Mutti es auch hört. Damit sie weiß, wie wütend ich bin.
   Ich seh doch gar nicht ein, warum ich die Rechenaufgaben noch einmal machen soll.
   Gut - ich habe mich »ein paar Mal vertan und mich verrechnet und dann das falsche Ergebnis mit Tintenkiller weggemacht und das neue  drübergeschrieben. Natürlich sieht man das, aber es kommt ja wohl darauf an, ob das Ergebnis richtig ist, und nicht darauf, wie es aussieht!
   Und was hat Mutti gemacht?
   »So geht das nicht!«, hat sie gesagt und einen dicken Strich durch die drei Päckchen gemacht. Einfach so. Mitten durch.
   »Das schreibst du jetzt noch einmal ab!«, hat sie gesagt. »Vorher darfst du nicht auf den Spielplatz.«
   Und dabei habe ich mich doch für drei Uhr mit Ralf verabredet.
   Wie spät ist es eigentlich?
   Zu blöd, die Uhr ist im Wohnzimmer, aber wenn ich jetzt aus dem Zimmer gehe, dann denkt Mutti womöglich noch, sie hätte mich geschafft.
   Nein!
   Die Aufgaben schreibe ich trotzdem nicht ab. Warum muss Frau Hoffmann uns aber auch immer die schweren Minus-Aufgaben aufgeben? Und dann geht sie jeden Morgen auch noch durch die Reihen und sieht sich die Hefte an,
   Was sie wohl sagen wird,  wenn sie meins sieht? Mit  dem dicken Strich mittendurch.
   »Das war meine Mutter!«, werde ich sagen. Soll Mutti doch sehen, wie sie mit Frau Hoffmann fertig wird. Vielleicht bestellt Frau Hoffmann sie in die Schule, und dann kriegen sich die beiden so richtig in die Haare - Mensch, das wäre toll!
   Was ruft Mutti da aus dem Wohnzimmer? Ich soll zu ihr kommen?
   Denkste! Ich bleib hier! Und die Aufgaben schreib! ich nicht nochmal ab. Bleibe ich eben heute Nachmittag zuhause und gehe nicht mit Ralf auf den Spielplatz.
   Ralf! Der hat sowieso immer so dumme Ideen. Warum geht man eigentlich zur Schule? Wozu müssen wir diese blöden Minus-Aufgaben lernen?
   Vati sagt, das sei fürs Leben. Damit wir später einen Beruf haben können,
   Dummes Zeug. Wenn ich groß bin, dann werde ich Tierforscher und reise durch Afrika und filme die Tiere fürs Fernsehen. Öder ich werde ganz einfach Astronaut und bin dann in der Raumstation und mache Experimente. Da brauche ich keine Minus-Aufgaben, ganz bestimmt nicht, weil die ganze Raumstation mit Computern arbeitet. Und ich hab die Minus-Aufgaben ja sowieso mit Vatis Taschenrechner ausgerechnet.
   Mutti kann warten, bis sie schwarz wird. Die Aufgaben schreibe ich nicht noch einmal ab, Und Ralf kann auch warten. Soll er doch alleine zum Spielplatz gehen und das Versteck von Dieter und Bernd suchen. Findet er doch sowieso nicht,
   Ach, hier ist ja das Rechenheft,
   Also wirklich, eine Unverschämtheit von Mutti. Ein dicker Strich mitten durch die Aufgaben, und dazu noch mit Kugelschreiber, da kann ich mit dem Tintenkiller überhaupt nichts mehr machen.
   Aber irgendwie hat  Mutti schon recht - geschmiert sind die Zahlen wirklich. Was soll das hier sein? Eine acht oder eine fünf. Nein, das sieht eher wie eine acht aus.
   Moment mal.  Achtzehn minus sechs ist zwölf. Also eine zwei ist das. |
   Die Aufgabe muss ich nochmal schreiben, damit ich morgen weiß, was das heißen soll. Aber nicht, weil Mutti den Strich gemacht hat. Nein, deswegen nicht.
   Ach, da wirft Ralf  Steinchen gegen das Fenster. Augenblick, ich komme gleich. Ich muss erst nach die anderen Aufgaben abschreiben.
  

© O.R.Lando / Gisela Jahn


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Treffpunkt Reiterhof

Jutta ist aufgeregt, weil sie eben von ihrer Mutter erfahren hat, dass sie das Wochenende auf dem Reiterhof ihres neuen Freundes verbringen werden. Sie möchte nicht, dass ihr Mutter sich mit ihrem neuen Freund abgibt, denn sie vermisst ihren Vater sehr.
Dennoch führt die mit ihrer Mutter auf den Reiterhof und lernt dort Billie kennen – die Tochter des Freundes ihrer Mutter, Das kratzbürstige Mädchen will nichts mit Jutta zu tun haben, weil sie nicht möchte, dass ihr Vater sich mit Juttas Mutter abgibt.


Ist es normal, wenn man auf einen Reiterhof eingeladen wird und sich gar nicht darüber freuen kann? Jutta hat ihre Gründe, und nur widerstrebend findet sie sich mit der Neuigkeit ab, die ihr ihre Mutter eröffnet. Sie hat einen Mann kennengelernt, mit den sie zusammenleben möchte. Wie sich bald herausstellt, hat dessen Tochter Billie fast dasselbe Problem. Gemeinsam suchen die beiden Mädchen nach einem geeigneten Ausweg. Wie können sie verhindern, dass ihre Eltern sich für eine gemeinsame Zukunft zusammenfinden?
 


Gisela Jahn
Treffpunkt Reiterhof
Verkaufspreis: 1,99 €
Seitenanzahl: 135
ISBN: 978-3-7485-9732-2
Veröffentlicht: 12.06.2019
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Der Trotzkopf
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Verbreitung nur mit Genehmigung

Erstveröffentlichung in:
Mücke - Das bunte "Gib acht" - Heft für die Grundschule.
Herausgegeben vom Aufklärungsdienst für Jugendschutz
Verlag:  Universum-Verlag, Wiesbaden
Nr 8 / 1979 August


Sonntag, 14. März 2021

Betthupferl - Kindergeschichte Der Supermanfred

 



Der Supermanfred

Von Gisela Jahn

 Manfred rennt durch den Vorgarten, um das Haus herum, durch die Terrassentür ins Wohnzimmer und weiter durch den Flur in die Küche. Dabei brummt er wie ein wildgewordener Bienenschwarm:
   »Bruooommmmmmm Woahhhhhmmmmm!«
   »Bist du verrückt geworden?«, erkundigt sich Manfreds Mutter, die in der Küche am Herd steht.
   »Ich bin der Supermanfred!«, verkündet Manfred. Er stellt sich auf die Zehenspitzen und drückt die Brust heraus. »Keine Aufgabe ist mir zu schwer, kein Weg zu weit, kein Problem zu schwierig und kein Gegner zu stark!«
   Manfred gießt sich ein Glas Sprudel ein. »Supermanfred hat Superdurst!«, sagt er.
   »Hast du nicht eben gesagt, daß dir keine Aufgabe zu schwer und kein Problem zu schwierig ist?«, fragt Frau Hofer auf einmal.
   »Natürlich!«, nickt Manfred. »Der Supermanfred ist immer bereit, jemanden zu helfen. Kein Weg ist ihm zu weit...«
   »So weit ist der Weg gar nicht!«, erwidert die Mutter. »Allerdings ist es ein sehr schwerer Auftrag. Es dreht sich um den Abfalleimer!«
   »Oho!«, sagt Manfred und betrachtet den Abfalleimer. »Er ist voll!«, sagt er.
   Die Mutter nickt. »Und ich weiß mir nicht zu helfen!«, sagt sie. »Wo soll ich jetzt den Abfall hintun?«
   »Man müßte den Eimer ausleeren!«, sagt der Supermanfred. »In eine Mülltonne zum Beispiel!«
   »Natürlich!«, ruft die Mutter erleichtert aus. »Mit deinem Super-Gehirn hast du die Lösung gefunden! Werden deine Super-Muskeln es auch schaffen, den Eimer bis zur Mülltonne zu tragen?«
   »Natürlich«, versichert Manfred. »Kein Weg ist mir zu weit, keine Last zuschwer... «
   »Na fein!« erklärt die Mutter. »Und wenn du zurückkommst, dann gibt es eine Super-Überraschung!«
   Manfred schnüffelt in der Küche.herum.
   »Meine Supernase riecht Karamelpudding!«
   »Natürlich!«, lacht die Mutter. »Ich weiß doch, was Supermänner mögen!«
 
© O.R. Lando /Gisela Jahn


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Treffpunkt Reiterhof

Jutta ist aufgeregt, weil sie eben von ihrer Mutter erfahren hat, dass sie das Wochenende auf dem Reiterhof ihres neuen Freundes verbringen werden. Sie möchte nicht, dass ihr Mutter sich mit ihrem neuen Freund abgibt, denn sie vermisst ihren Vater sehr.
Dennoch führt die mit ihrer Mutter auf den Reiterhof und lernt dort Billie kennen – die Tochter des Freundes ihrer Mutter, Das kratzbürstige Mädchen will nichts mit Jutta zu tun haben, weil sie nicht möchte, dass ihr Vater sich mit Juttas Mutter abgibt.


Ist es normal, wenn man auf einen Reiterhof eingeladen wird und sich gar nicht darüber freuen kann? Jutta hat ihre Gründe, und nur widerstrebend findet sie sich mit der Neuigkeit ab, die ihr ihre Mutter eröffnet. Sie hat einen Mann kennengelernt, mit den sie zusammenleben möchte. Wie sich bald herausstellt, hat dessen Tochter Billie fast dasselbe Problem. Gemeinsam suchen die beiden Mädchen nach einem geeigneten Ausweg. Wie können sie verhindern, dass ihre Eltern sich für eine gemeinsame Zukunft zusammenfinden?
 


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Treffpunkt Reiterhof
Verkaufspreis: 1,99 €
Seitenanzahl: 135
ISBN: 978-3-7485-9732-2
Veröffentlicht: 12.06.2019
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Erstveröffentlichung in:
Mücke - Das bunte "Gib acht" - Heft für die Grundschule.
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Verlag:  Universum-Verlag, Wiesbaden
1986
Erstsendung
Bayerischer Rundfunk
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